neue [bewusstseins-] form: freisein

das werk Neue Form © P. Hauf 2007-2014

Selbstevolution (Vgl. Andreas Koch 1) nach dem "Ende der Geschichte" fußt auf — und kündet von — der "ek-statischen" Intelligenz (rig-pa).

 

"Die Leere ist die souveräne Gestalt der Herrlichkeit." (Agamben 11, p.292, p.301)

 

"(...) Politik ist (...) jene Operation, die im Sein und im Göttlichen die Ökonomie vollendet und deaktiviert." (Ebd.)

 

"Wenn man den drei Arten von verstehender Urteilskraft (— die keinen Anfang hat, die ihr Strömen beibehält, und die das, was man irrtümlich für wirklich hält, zunichte macht —) begegnet und sie als die eigene schöpferische Kraft erkennt, löst sich das rig-pa in den Modalitäten des Urwissens des Seins (...) auf." (Frei nach Guenther 7, p. 18)

 

holzweg und bockshorn: "SchwarzRotGold/1815"

Zunächst die wichtigste — und empfindlichste — Bemerkung über das Zeichen (— noch nicht über dessen endgültige performance auf einer Fahne, deren "spezifische Macht", wie Agamben 11, p.215 anmerkt, "nicht in deren Abzeichen oder Farben besteht, sondern aus der Sache selbst hervorgeht"; vgl. Marshall Mc Luhan's Diktum "The Medium is The Message" (Das Medium ist die Botschaft); dazu weiter unten mehr —) "Schwarz/RotGold von 1815" selbst, wie es hier aus einigen Gründen, die sich im Laufe der Untersuchung zeigen werden, genannt wird:

 

Es handelt sich dabei nicht um ein Hoheitszeichen (das tatsächliche staatliche Hoheitszeichen des heutigen Deutschland wird noch immer bestimmungsgemäß durch die alte Adlerwappen-Insignie in der Imprese von "SchwarzRotGold" dargestellt und ist eigentlich dem dienstlichen Gebrauch vorbehalten), sondern vielmehr um ein Herrschaftszeichen, dessen irgendwie zu personalisierende Steuerung sich nicht zuletzt aufgrund des gewählten Trikoloren- bzw., ein wenig anders formuliert, Zwickmühlendispositivs zu Beginn der späten und sich als schwierig erweisenden nationalstaatlichen Ordnung in Deutschland buchstäblich in dem von ihm bezeichneten und aufgemachten cyberspace (von griech.: Lenkung, Steuerung; etymologisch damit verwandt ist "gubernatio, governement, gouvernement" etc., also das, was im Deutschen "Regierung" heisst) befindet, also  —allerdings mit jeweils anderer Präsenz und anderem Zugang — zugleich, oder besser gesagt amphibolisch, "in" der (optischen) Anlage dieses Zeichens und dies- oder jenseits, über, unter oder hinter derselben, im verstandesmäßigen Raum, wenn man so will, oder seiner verstandesmäßigen Anlage (die zu bedienen eben ihr professionelles Verstehen sowie ihre darauf fußende Beherrschung voraussetzt).

 

So kann dieses Zeichen zwar, ebenso wie die Fahne, die es als Abbild trägt, als "gemeinfrei" gelten (d. h. jeder, der will, kann jenes bzw. diese herstellen, und jeder der will, kann sich einbilden, es sei "sein" Zeichen oder "seine" Fahne, aber beide können nicht, etwa durch Eintragung in ein Musterregister, im patentrechtlichen Sinn monopolisiert werden, was allerdings in einiger Hinsicht durch das sogenannte Sechste Pariser Abkommen zum Schutz nationaler Hoheitszeichen aus dem Jahr 1958 — bei dessen Auslegung durch Behördenvertreter wohl kaum auf gewisse Feinheiten wie die Unterscheidung von Hoheits- und Herrschaftszeichen geachtet werden dürfte — relativiert wird), wodurch allerdings dennoch jene andere, extrem exklusive und auf das Eifersüchtigste gehütete Domäne der alten ars artium, der "Seelenführung und Gewissenslenkung" (moderner: Agitation und Propaganda), welche jene Anlage und diese Gemeinfreiheit zusammen erst so richtig auf- und ausmachen, vollkommen unberührt bei dem Herrschaftswissen- Monopol bleibt, welches dieses dreifarbige, aber, wie sich herausstellt, als paradigmatische heraldische Darstellung — als visuelles Mem — eines ganz bestimmten Begriffs und Dispositivs aus dem Alten Römischen Recht, nämlich des Justitiums (Vgl. Agamben 7, p.52f), abstrakt-monogrammatische nomen regium (welches als solches, in seiner durch keine weitere Insignie besetzten "Reinform", nach einem Monarchen nicht nur frägt, sondern unausweichlich genau einer derartigen, heute fälschlich als längst überholt geglaubten, aber mit der jahrzehntelang in der DDR genau auf diese Aufgabe — inklusive der damit verbundenen Beschuppung einer verfassungs- bzw. staatsvertrags- bzw. anderweitig (etwa hinsichtlich eines historisch-materialistischen Geschichtskurses) ideologiegläubigen Öffentlichkeit — vorbereiteten Agitations- und Propagandafunktionärin Angela Merkel in ihrer offiziellen Rolle als Kanzlerin besetzten Machtfigur zur zielführenden Erfüllung seiner namentlich providentiellen Weltregierungs-Perspektive bzw. -Strategie bedarf) überhaupt erst zu seiner kryptischen, mit diesem Design das schon damals und bis dato erfolgreichste, gleichwohl in seinem Innersten fiktive Mem der Theologie des "einen [und trinitarischen] Gottes" (der von einer irgendwie angenommenen, wohl immer in der Phantasie bzw. im Irrtum der Annehmenden gelegenen Warte aus über das oben erwähnte Justitium und damit über das arcanum imperii "Deutschlands" wacht und, freilich über seine irdischen Stellvertreter und Stadthalter, als letzte — und selbsternannte — Instanz entscheidet) materialisierenden und, jetzt auf das Medium Fahne (welches mit den bei Agamben 11, p. 215 zitierten Worten des Historikers Percy Ernst Schramm den König vertreten konnte, und anzeigen, "wo sein Friede herrschte, bis wohin seine Macht vorgedrungen war") appliziert, über "Deutschland" aufspannenden Herrschaft kreiert und in einer bis heute mit zahlreichen Legenden verschleierten und nicht zuletzt auch deswegen weitgehend geheim gebliebenen Operation "unter's Volk gebracht" hatte.

 

Aus all den soeben genannten Gründen stellt die geschichtliche Neufassung der — dabei entsetzten, erlösten — "deutschen Farben" in dem Werk Neue Form die maximale Katastrophe für jenes andere, ältere, freilich vom Urheber des neueren Werks für überkommen gehaltene, kryptische geschichtliche Projekt dar, welches höchstwahrscheinlich schon viel länger bestand, sich jedoch jetzt seit der Lancierung der Fahnengrafik "SchwarzRotGold/1815" verschärft und äusserst erfolgreich fast 200 Jahre lang und durch das Führen eines permanenten, auf das Entwinden jedweder staatlichen oder sonstwie gearteten Souveränität überall in der Welt gerichteten Kriegs auf das Gelingen der Finalisierung seiner Weltregierungspläne über just jenes nahezu geniale, versteckt finanzaristokratisch geführte, transzendental-amphibolische und dadurch den nur einseitigen, nur mit der optischen, von seinen Sinnen klar erfassten und für sein eigen gehaltenen Erscheinung, aber nicht wirklich bewusst mit dem dahinter- oder danebenstehenden, nur wie der Biss in die Möhre vor der Nase von einem Esel geahnten oder ersehnten, reinen Verstandesobjekt — einem "staatlich" (und das sind wir doch alle, oder?) materialisierten, alle Ideen, Vorstellungen und Verhaltensmuster beherrschenden Geldgott — befassten (Nicht-)Kenner in seinem auf was auch immer gerichteten synthetischen Schluss täuschende Mem konzentriert hatte, dessen intrinsische Dauer-Justitiumsstrategie — der "'Ausnahmezustand', der die Regel ist, in dem wir leben", wie es Walter Benjamin formulierte — mit den Worten des Herausgebers der italienischen Ausgabe der Werke Benjamins und gleichzeitigen Verfassers der bahnbrechenden Untersuchung Ausnahmezustand (Original 2003, deutsch 2004), Giorgio Agamben, "sich (...) in der Politik der Gegenwart immer mehr als das herrschende Paradigma des Regierens (erweist)" (Ebd.).

 

 

Das den Deutschen seinerzeit über den hochadeligen und restaurativen Wiener Kongress (1814/1815) als neues deutsches kyrion (vielleicht am einfachsten übersetzt mit "power-center") untergeschobene, in Wirklichkeit schon einmal gegen die Regeln der Heraldik selbst verbrochene — nämlich die heraldische "Ausnahme"-Farbe Rot (als sinnbildlichem Träger der auctoritas) mit den "Norm"-Farben Schwarz/Gelb oder Schwarz/Gold (als symbolischem Träger der potestas) zu einer gegenseitigen Indeterminierung kurzschließende — Konstrukt SchwarzRotGold hat von jeher, seit jenen Tagen, ein entscheidendes Manko: Es ist ethiklos.

 

Die tatsächliche Signatur (im zeichentechnischen Sinne) dieses den Ländern des Deutschen Bundes seinerzeit als neue "nationalstaatliche Fahne" (und insofern, wie sich bis heute geschichtlich erwiesen hat, und gerade jetzt, nach dieser ominösen "Wiedervereinigung" des ostdeutschen Totalitarismus mit demjenigen Westdeutschlands, als sogenannter Selbstläufer, dessen ganzer, totalitärer, im Prinzip auf die ganze Welt ausdehnbarer bzw. für den auf die ganze Welt ausdehnbaren, namentlich bereits in der "christlichen" oikonomia absolut gesetzter und als solcher nicht nur nach wie vor bestehender, sondern heute schlimmer denn je grassierender Hegemonialanspruch sich freilich im Zuge des "europäischen Einigungsprozesses" entpuppen muss und heute unter dem Regime Merkel/Schäuble auch gnadenlos entpuppt), in Wirklichkeit jedoch als Troyanisches Pferd einer noch perfekteren, noch brutaleren politischen Unterdrückung als derjenigen der im bekanntlich 1806 durch Abdankung des Kaisers erloschenen Alten Reich herrschenden Theokratie gegebenen, oder besser gesagt untergeschobenen, Machwerkes ist über die von ihm als paradigmatisches Logo (wie später noch ausführlich gezeigt wird) des Justitiums herbeigeführten Verhältnisse diejenige eines "oligarchischen Kollektivismus" — eine Formel, die George Orwell für das herrschende System in seinem Roman 1984 benutzt —, welcher seine per definitionem totale Macht über die Form der Thearchie (inclusive 'Gedankenpolizei' wie bei Orwell, bzw. wie sich hier, in dem vorliegenden Bericht, herausstellt, aktuell wie bei dem von Wolfgang Schäuble sowie der DDR-Expertin für solche Sachen, Angela Merkel, zusammen mit ihrem kadavertreuen, freilich nicht ganz uneigennützigen Vasallen Theo Zwanziger/CDU zu solch einer Gedankenpolizei umzumodeln und aufzubauen versuchten 6,75-Millionen-Mitglieder-Verband DFB und, wenn nicht alles täuscht, auch dem 24-Millionen-Mitglieder-Verband DOSB des mit Zwanziger und Schäuble befreundeten Thomas Bach/FDP) für die praktischerweise in diesem Dauer-'Ausnahmezustands'-System von jenseits des Rechtsbereichs regierenden, das heisst den gesamten schönen Rechtsstaat des Herrn Schäuble & Co. dominierenden Mafia-Kartelle ausübt.

 

 

Es war ein Austausch, "protestantisches Geld" (Yoshi Frey 1) gegen (Aufgabe jedweden Anspruchs von) Ethik. Wie es ausgegangen ist, wissen wir heute (eigentlich): Die Ethik als solche ist bei dieser Operation — zugunsten der privatimen Finanziers und Gelderfinder — auf der Strecke geblieben, und das seinerzeit (nach dem Erlöschen des Alten Reiches durch die Abdankung Josephs 1806) als Nationalstaat "wiedergeborene" Deutschland wurde damit zum globalen Anker (nicht Steuerhaus, das zog nach England) der vollkommen ethiklosen Geld- und Finanzindustrie, welche heute, nach ihrem langen experimentellen "Siegeszug" rund um die Welt als letztes, nachdem es mit den restlichen Staaten Europas bald fertig zu sein gedenkt, auch dieses "wiedervereinigte" Deutschland, das es unter der verräterischen Fuchtel der Schieber Merkel und Schäuble eben gerade noch zur restlosen Unterwerfung jener "europäischen Partner"-Länder unter seine dann endlich weltweit ohne jegliche weitere Hemmung mehr entfesselte Sklaverei (die immer, ganz wie es die hier auf dieser Website ausgebreitete Geschichte des Kidnappings und des Missbrauchs eben desjenigen Werkes, welche der Sache, Land und Leuten, die Ethik zurückgeben wollte bzw. gekonnt hätte, beweist, dem Individuum seine Position als Rechtssubjekt nicht nur streitig macht, sondern durch eine kategorische Verweigerung bereits entzogen hat, bevor sie zuschlägt) noch braucht, verfrühstücken wird.

 

So konstatiert (auch) ein zeitgenössischer Literat 2012:

Der Wahn des Geldes war weltlos und menschenleer. (Rainald Goetz 1)

 

 

aus eigentlich christlicher ethischer sicht

Die Deutschen — oder in dem Sinn vielleicht besser die Deutschländer — begreifen (noch immer) nicht, dass ihnen mit der Zurverfügungstellung dieser äusserst eigentümlichen, von einem anderen Ort (welchen Agamben einmal in wunderbarer Kritik den leeren, eine Fiktion beinhaltenden, aber nichtsdestoweniger wirksamen Schrein der Macht genannt hat), tatsächlich aus den Kulissen heraus, verhängten und belegten, seelenlosen und potenzräuberischen Ausnahmezustands-Fahne gerade der (wie wir hier zum Schluss gesehen haben werden, ohnehin nicht existierende, gleichwohl freiheitsentscheidende) Ort, der damit doch scheinbar gekennzeichnet werden sollte, weggenommen, genauer gesagt unter das von dieser Fahne angezeigte, dozierte und proliferierte Dauer-Justitium gestellt und damit in seiner wichtigsten Dimension geraubt wurde:

In diesem, aus zwei an sich widersprüchlichen heraldischen Elementen (Schwarz/Gelb und Rot) zu einer gegenseitigen Indeterminierung verfugten Knoten kann gerade das, was darin so sinnfällig wie trügerisch als eine Art "Bewahrtes", besser gesagt Ge- oder Verborgenes, ausgegeben wird, gar nicht mehr stattfinden, ohne nicht bei der furchtbaren, sich buchstäblich Alles einzuverleiben angetretenen, heimtückischen und gnadenlosen, mittlerweile fast schon über die ganze Welt ausgebreiteten Thearchie, die dieses "unübertreffliche" power-center seinerzeit ihrer deutschen Dependance (zusammen mit ihrer privatimen Schuldgeld-Politik) zur Verfügung gestellt hat, nicht nur um Taxierung und Zulassung, sondern um die Gewährung einer Existenzberechtigung im Gegenzug zu einer Totalunterwerfung gebeten zu haben.

Doch "(...) Gott, oder das Gute, oder der Ort haben keinen Ort, sondern sind das Statt-Finden der Dinge, ihre intimste Äusserlichkeit. (...) Dass die Welt ist, dass etwas erscheinen und ein Gesicht haben kann, dass es Äusserlichkeit und Unverborgenheit als Bestimmung und Grenze eines jeden Dinges gibt: das ist das Gute. (...) Das Böse hingegen ist die Reduzierung des Statt-Findens der Dinge auf eine Tatsache unter anderen, Böses entsteht, wenn in Vergessenheit gerät, dass die Transzendenz dem Statt-Finden der Dinge selber innewohnt. (...)" (Agamben 5 p.19f).

Seither suchen sie danach, in Ost wie in West, und nach jener "Wiedervereinigung" wieder ganz die Verrückten, die schon damals in diesem Zug der Installation eines ver-führenden, vergessen machenden, auf den Holzweg (und) ins Bockshorn eines materiellen Totalitarismus' (inklusive spirituellem Materialismus) führenden, genau aus diesem Grund von Merkel/Schäuble als den aktuellen deutschen Statthaltern jener angesichts des angeblichen, von den Mächtigen allerdings für entbehrlich gehaltenen, Endes der Block-Konfrontation um das Jahr 1990 herum irrtümlich für überkommen gehaltenen, ohne irgend einen Sports-Feind überhaupt nicht existenzfähigen Thearchie heute wieder um jeden Preis als das quasi (per Fußball- und "CDU-Deutschland"-Pragandaministerium DFB) von ihnen durch ein vor-die-Füße-der-"Fans"-Spielen neu herausgegebenen und dabei unbedingt wieder einheits-parteilich — privatim-thearchisch — re-monopolisierten, power-center- Leitmotivs aus ihnen gemacht worden sind.

 

Die Erlösung aus dieser Patsche, um an weiteres Wort von Giorgio Agamben zu erinnern (wenn es hier erlaubt ist, die freilich auch als notwendig ortlos bleibendes, aber eben einen erstarrten und zugleich fiktiven, grundsätzlich um sich selbst gebrachten Ort vorspiegelndes Phantom von einer erzverlogenen Propaganda heraufbeschworene "Volkskörper"- (Ersatz-)Identität — welche dann stets auch gleich, freilich nicht gerade von den Besten, dem Rest der Bevölkerung organisiert und aufgenötigt zu werden versucht bzw. unternommen wird — kritisch als das "für alle Deutschen verbindliche" und nicht — auch bzw. gerade nicht in Zeiten einer europäischen Integration, die doch von diesen Deutschen dominiert werden muss, nicht wahr — zu überwinden erlaubte "Große Subjekt" zu sehen), besteht — gerade für sie (und das dürfte den Hauptteil jenes furchtbaren, umherirrenden, scheinbar unerlösbaren Nationalismus' "der Deutschen" bezeichnen) — im Verständlichmachen bzw. im Verstehen des Zu-sich-Kommen des Ortes, der "ortlos bleibt":

"Mit Blick auf die Dinge ereignet sich das Gute nicht an einem anderen Ort: Es ist schlicht und einfach der Punkt, an dem diese ihr eigenes Statt-Finden ergreifen, an dem sie mit ihrer eigenen, alles andere als transzendenten Materie in Berührung kommen." (Agamben 5 p.20)

Der — schlechte — Witz an jener alten Fahne "SchwarzRotGold von 1848" (bzw. 1815) ist es, dass mit ihr weiterhin der restlose, absolutistische, als unbezweifelbar gesetzte, nunmehr einfach nicht mehr "reichsmäßig", sondern "staatlich" genannte, weiterhin in der übernommenen schwarz/gelb-Heraldik und deren normativ-rechtlichen Bedeutung "verkörperte" Besitz- bzw. Materialisations-Anspruch auf alle Autorität (heraldisch rot bzw. metarechtlich-anomisch) behauptet oder aufgestellt wird — wo aber, gänzlich unbeholfen, das Rot selbst (freilich die Farbe, auf deren von verdunkelten Intelligenzen unerkennbare/unerkannte sowie darob als doppelbödige Pseudo-Identität missbrauchbare und missbrauchte bitendenzielle Identität das Volk von jeher am leichtesten hereinfällt), in seinem in Wirklichkeit unauffindbaren, letztendlich tatsächlich als solchem — ausser eben als letztlich von jedem "Selbst" in seinem eigenen Erleben und Erfahren als solche zu erkennende, sich, ganz wie es die holistische Prozessphilosophie des tibetischen Buddhismus der älteren Überlieferung sagt, mit einem Verschwinden der Dunkelheit sowie einem Aufgehen des Lichts verabschiedende Chimäre — nicht existierenden Grund die dort in "SRG/1848" quasi staatlich bzw. vorbildlich erwürgte, in jedem und für jeden Gedanken an ein (freies, dynamisches) Statt-Finden der Dinge und ein Zu-sich-Kommen des Ortes blockierte Zurschaustellung der ihm wie eigentlich Allem innewohnenden Uneigentlichkeit ist.

Deshalb vermutlich lieben auch gerade jene Psychopathen die Fahne "SchwarzRotGold/1848" ungemein, von welchen Andrew M. Lobaczewski in seinem über ein halbes Jahrhundert in Ost und West am Erscheinen gehinderten, schließlich 1984 doch noch erstveröffentlichten Buch Political Ponerology spricht, die sich aufgrund gewisser, von ihnen selbst freilich tunlichst verdrängter und in eine Bedrohung ihrer Mit-Welt verwandelter, "profunder und nichtkurierbarer affektiver Defizite" nicht nur dazu befähigt, sondern gerade angestachelt fühlen, "zu tun und zu lassen, wofür jeder normale Mensch sich abgrundtief schämen würde", und welche ihm zufolge stets mehr oder weniger 6 Prozent einer beliebigen, also nicht etwa nur in Deutschland heimischen, Bevölkerung ausmachen...

Diese Charaktere beiderlei Geschlechts also pflegen sich laut Lobaczewski — einer den anderen als mit demselben Hieb gesegnet erkennend — zur Beherrschung und Unterdrückung ihrer Mitmenschen jeweils zu einer "Union" zusammenzuschließen, einer Sowjetunion, einer Europäischen oder gar zu einer Welt-Union.

Oder eben zu einer "Christlich Demokratischen Union" als reaktionäre, schamlos auf Schwindel und Bildungsnachweisbetrügereien, schließlich sogar auf ebenso schäbigen wie wirtschaftskriminellen Vorlagenraub und Fahnenbetrug rekurrieren zu können oder zu müssen glaubende Unterdrücker- und Schieber-Avantgarde hierzulande, deren Chef-Psychopathen, wie die Vorgänge nach der Veröffentlichung des Werkes Neue Form gezeigt haben, sich in der sich selbst attestierten Machtfülle (und unter dem von ihnen suspendierten Gesetz) einbilden belieben zu können glauben, sie bräuchten bloß so zu tun, als gehöre nicht nur die Fahne "SchwarzRotGold/1848", sondern gleich alle anderen, die gleichen Farben aufweisenden Fahnen automatisch — und wenn sie moderner sind als "1848", noch automatischer, da sie dann neo-konservativ "geerdet" bzw. als "Alternative, die es nicht gibt", durch Verramschung im CDU-Spektakelstaat "integriert" werden muss, oder gar als ultimatives Betrugsobjekt von dieser scheußlichen Macht monopolisiert werden kann — ihnen.

Und, ganz klar, noch automatischer, wenn sich in so einer neuen Fahne ein Hinweis auf etwas den sinnlichen Bereich Übersteigendes findet — vielleicht sogar dessen eigentliche Signatur ausmacht... Das müssen die Psychopathen haben, auch wenn sie nie im Leben selbst davon künden könnten, koste es, was es wolle!

 

exkurs: ethischer anarchismus

Walter Benjamin, dessen Kritik der Gewalt ebenso wie seine Geschichtsphilosophische These #8 für das Entstehen des Werkes Neue Form geradezu entscheidend waren, schrieb einmal (zitiert von Scholem in: A redemptive Conception of Justice):

"Der Terminus Anarchismus (darf) sehr wohl für eine Theorie gebraucht werden, welche das sittliche Recht nicht der Gewalt als solcher, sondern allein jeder menschlichen Institution, Gemeinschaft, oder Individualität abspricht [,] welche sich ein Monopol auf sie zuspricht oder das Recht auf sie auch nur prinzipiell und allgemein in irgendeiner Perspektive sich selbst einräumt, anstatt sie als eine Gabe der göttlichen Macht, als Machtvollkommenheit im einzelnen Falle zu verehren."

 

holzweg und bockshorn, teil II

Die "deutsche Fahne SchwarzRotGold von 1848" (— der Begriff ist an sich falsch, da dieses Gewaltkonstrukt entgegen allen darum fabrizierten Legenden im Jahr 1815 mit dem größten, nämlich seither andauernden Erfolg von einer Bankendynastie als ihr maßgeschneidertes, nicht nur künstlich sondern geradezu gegen die Regeln der Heraldik einen ... wie es der Schriftsteller Rainald Goetz 2012 so wunderbar formuliert: weltlosen und menschenleeren ... "deutschen Geist" gegen den Weltgeist postulierendes Führungsmittel lanciert wurde —) ist eine geprägte Form, welche als solche keine Gültigkeit im zeichenmäßigen Sinn besitzt: ihre Signatur ist diejenige einer Fiktion, genauer gesagt diejenige des Mittlers der fiktiven Monade der gnaden-, lieb-, herzlosen und gemeinen, in sich starren graeco-judeo-christlichen Thearchie, welche das Abendland seit zweitausend Jahren beherrscht hat und in Wirklichkeit — eine Wirklichkeit freilich, die sie nicht wahrhaben will und die sie notfalls bis zur Zerstörung der ganzen Welt mit allen Mitteln zu bekämpfen bereit ist — bereits an ihr Ende gekommen ist. 

 

Dieses thearchische, also totalitäre Logo erfüllt — bis zu seinem geschichtlichen Übertroffenwerden (wie es die kreative Neufassung Neue Form leistet, die genau aus diesem Grund mitsamt ihrem Urheber eben in thearchischer Manier versklavt wird, um dann von ihren Unterdrückern, in ihrer neuen Signatur zu einem falschen Wegweiser verdreht, neu vorgelegt zu werden, was nichts anderes als ein schäbiger Fahnenbetrug ist) — heute noch bzw. gerade heute auf's Neue, nämlich mit einem verfassungswidrig von seiner staatsrechtlichen Form "Bundesrepublik" bereits abgezogenen "Deutschland" unter der fabianischen und retorten-"evangelikalen" New World Order- Fuchtel der DDR-gezüchteten, aus einem theologischen Kaderschmiedenhaushalt stammenden (und deswegen bereits zu "Wende"-Zeiten über Helmut Kohl für die Endspurt-Phase der anglo-amerikanischen Elite-Globalisten der um jeden Preis zu errichten bzw. zu finalisieren versuchten One-World-Thearchie rekrutierten) Agitations- und Propagandafunktionärin Angela Merkel, sowie dem gleichfalls geradeheraus Big-Brother-hörigen, völlig unfähig zum Erkennen bzw. zur Lösung der von ihm selbst als "fehlerhaft im System" (Schäuble 1, p.12) benannten Problematik des "Westens" dennoch "die westlichen Werte" sakrosankt stellenden Plutokratie-Manager Wolfgang Schäuble in entscheidendem Maße ihren Zweck als die Möhre vor der Nase des deutschen Esels.

 

Sie ist — immer noch — das herausragene, eine und entscheidende Mittel zur demagogischen (Ver-)Führung im Stil des 19. Jahrhunderts "des Deutschen" (wenn man die seit rund tausend Jahren mit aller Macht von den verschiedenen Spielarten immer wieder ein- und derselben Thearchie hergestanzte, mit Feuer, Eisen und inquisitorischer Kontrolle herangezüchtete bzw. depravierte Durchschnittsbevölkerung der deutschen Lande so bezeichnet) zum bedingungslosen Gehorsam gegenüber einer selbst noch so zynischen, möglicherweise immer wieder ein- und demselben hausbackenen biopolitischen Nonsens frönenden Obrigkeit: "Sei dabei!" (also: Diene uns!) — Oder verrecke!

 

Allein auf sie bezogen kann die Scheinparole (auch in Deutschland) lauten "Es gibt keine Alternative" — und was geschieht, wenn eine veritable, eben im geistigen Sinn gültige, namentlich dichterische Neufassung der alten "deutschen Farben" geschöpft wurde, kann man in dem hier vorliegenden Bericht über deren wirtschafts- und bandenkriminell angegangene, "privatim-regierungsamtliche" und absolut verfassungsfeindliche Unterdrückung, Niederschlagung, Zersetzung, Zerstörung und Verramschung, Eingliederung in das herrschende heillose Spektakel — bzw. den in diese Richtung unternommenen, allerdings dank der damit praktisch erwiesenen Güte des betreffenden Werkes kläglich gescheiterten Versuch — nachlesen.

 

Jenes "schwächende und erdrückende Gefängnis der rein quantitativen Gedankenwelt" (s.o.) wurde — so wie es aussieht von den mächtigen und geldigen Siegreichen des Europa nach der Schlacht von Waterloo bzw. deren "Propheten des Geldes, Rothschild" (H. Heine), im Zuge des Wiener Kongresses im Jahr 1815, und keineswegs auf irgendeiner "Volksebene", wie es der gleichzeitig zur Täuschung der Bevölkerung in die Welt gesetzte und seither virulente, bis zur Schöpfung des herrlichkeitsphantom-vertreibenden Bildes bLama/ Projekt Neue Form diensttuende Mythus stets mochte — in hermetisch-paradigmatischer, dabei gegen die Regeln der Heraldik selbst verstoßender Form als zahlenmäßige fake-"Einheit", nämlich als der gegenseitige, (westlich-)farbdogmatisch bewerkstelligte Kurzschluß zweier älterer, die beiden "heterogenen und doch koordinierten Elemente() (des) Rechtssystem(s) des Okzidents, (...) ein normativ-rechtliches im engen Sinn, das wir (...) der Einfachkeit halber unter der Rubrik potestas fassen können, und ein anomisches und metarechtliches, das wir mit dem Namen auctoritas benennen können" (Giorgio Agamben 7, p101), symbolisierender deutscher Fahnen (d. i. das schwarz/gelbe "kaiserliche Reichspanier" und das rote "Blutbanner" des Alten, 1806 unter dem Ansturm Napoleons erloschenen Reichs) mit dem Konstrukt SchwarzRotGold visualisiert und ... etabliert.

 

Heute, knapp 200 Jahre später, wird die Welt Zeuge der marionettenhaften Machtergreifung einer Ex-DDR-Karrierepolitikerin im "wiedervereinigten Deutschland", welche jener Vorgabe — bzw. deren Besitzern und Meistern incl. dem entsprechenden Establishment — als eine Art "Präsidialkanzlerin" (taz) auf das Genaueste entspricht und auch entsprechen möchte: das ist die ehemalige (?), jedenfalls nach wie vor totalitär gesinnte DDR-Agitations- und Propaganda- Funktionärin Dr. Angela Merkel in dem ihr von ihren engsten und in ihrem Windschatten mit "nach oben" gespülten juristischen Beratern (Dr. Wolfgang Schäuble, Dr. Thomas de Maizière, Dr. Theo Zwanziger; alle CDU) gestrickten und umgelegten Gewand einer "demokratisch gewählten" BRD- Mafiakapitalismus- Führerin...

 

Die absolut menschlichkeitsfeindliche Art und Weise, wie diese klandestine Putschisten-Clique auf die Schöpfung des Werkes Neue Form reagiert, sagt alles — über sie selbst, über das von ihren Mitgliedern und Mitläufern als absolut unabdingbar erachtete (und für die nicht etwa nur geplante, sondern bereits schamlos praktizierte verfassungswidrige Tyrannei tatsächlich unabdingbare) Leit- bzw. Ausnahmezustands- und Verführungsparadigma für die Gedankenlosen, "SchwarzRotGold von 1848" (das erstemal offiziell inauguriert von 1848 bis 1849), sowie schließlich auch über das Werk Neue Form, welches nicht zuletzt als die bessere Konkurrenzidee erkannt ... und mittels eines verdammt schäbigen Komplotts zu Fall zu bringen versucht, bzw. anhand der unterschlagenen Werkdatei verstümmelt und entstellt, geraubt und vergewaltigt zu den üblichen Enteignungs- und Täuschungszwecken in das Lager dieser Verbrecher gezerrt und dort auf Dauer schwer mißbraucht wird.

 

(Dass der Urheber dieses Werkes dabei komplett aus der Weltgeschichte zu verschwinden hat, versteht sich quasi von selbst und wird von diesem sauberen Establishment auch entsprechend verfolgt: Technisch zum "unwerten Leben" gestempelt, bis zum Umfallen weiter ausgeplündert und schließlich ganz ausradiert.)

 

"SchwarzRotGold/1848" ist dabei ihr Leitmotiv:

• Dieses Zeichen stellt sui generis die Enteignung und Ausgrenzung der Poesie, der Dichtung, der Kunst dar, indem es in seiner ersten Bewegung die ohne echte dichterische Mittel grundsätzliche Unbegründbarkeit der Herrlichkeit zu einem (dann von privat verwalteten, zum zwangsweisen Bevormunden und Ausnehmen der Gemeinschaft und ihrer Mitglieder instrumentalisierten) Tabu macht;

• es ist das paradigmatische (gleichwohl stumme, damit umso furchtbarere, in erster Linie von den sprichwörtlichen furchtbaren Juristen verstandene und  zynisch-bewusst umgesetzte) Signal der Verhängung eines Justitiums, eines kryptisch und mehr oder weniger klandestin auf Dauer zur Regel erhobenen Ausnahmezustands über das gesamte von ihm bezeichnete Territorium;

• kurzum, es ist das Symbol eines furchtbaren, maschinenhaften Staates, der sich — freilich zum andauernden Vorteil seiner tatsächlichen Betreiber — Selbstzweck zu sein vorgibt (sowie seiner ihm bzw. seinen unter diesen Umständen prinzipiell von allen gesetzlichen Beschränkungen als befreit geltenden Machthabern unterworfenen, durch eine mit jener enteigneten Dichtung angefertigte Propaganda in die Irre und darob gelegentlich in den einen oder anderen Raubkrieg geführten, ansonsten mit peanuts, die sie freilich auch noch selbst bezahlen dürfen, einigermaßen bei Laune gehaltenen bzw. düpierten und entmündigten, mit einem Wort um ihr Leben beschissenen Staatsbürger).

 

 

 

Eine Fahne ist vom Medium her — erst die Gestaltung Neue Form überwindet diese "Norm" — gewöhnlich der Träger einer doppelseitigen Einheit und stellt im Falle einer National-Trikolore (und hier insbesondere als Pseudo-Trikolore) als Zeichen ein entsprechendes, äusserst komplexes Programm mit einer "ek-statischen"  Signatur dar (das ist mit dem von Giorgio Agamben unter Bezug auf die Staatsrechtslehre von Carl Schmitt geprägten Oxymoron "ek-statisch" ein ausserhalb der Rechtsordnung stehender und doch zu ihr gehörender Souverän, wie er als totalitäre Ausnahme-Figur explizit von der deutschen Verfassung von 1949/1991 verworfen wurde, und was visuell entsprechend, sehr zum Widerwillen der herrschenden und ihr verfassungsfeindliches Spielchen nach jener fatal-totalitären Programmvorgabe der alten deutschen Fahne "SchwarzRotGold von 1848" ausrichtenden Kamarilla um und mit Merkel und Schäuble erst in der Gestaltung Neue Form kulturell-ontologisch neu, nämlich in derselben Seinsebene wie jenes politisch-juridische Programm selbst liegend, definiert wird).

 

"SchwarzRotGold von 1848" ist gemäß der folgenden Analyse ein (Selbst-)Versklavungs- Zeichen bzw. -Weltbild — und aus genau diesem Grund ist es heute die unabdingbare Vorrichtung für das psychopathische (in Wirklichkeit bereits — absolut gegen den Geist der von denselben Kräften klammheimlich bzw. kriminogen beseitigten westdeutschen Verfassung von 1949 und 1991 — vollständig durchprivatisierte) "Staats"-Demagogentheater der DDR- oder genauer gesagt FDJ- Agitations- und Propagandafunktionärin Angela Merkel und ihres "Deutschland"-Clans (und natürlich ihrer Partei CDU, sowie der UNION insgesamt und auch der neoliberalen Regierungskoalition CDU/FDP — wobei sich auch bei "Schwarz-Rot" oder "Schwarz-Grün" nicht viel ändern dürfte). [Vergleiche dazu insbesondere: Jürgen Roth, Der Deutschland-Clan; Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Wilhelm Heyne Verlag München 2006/ aktualisierte Taschenbuchauflage 2007 Eichborn Frankfurt am Main]

 

Es geht in diesem Paradigma "SchwarzRotGold von 1848" um eine totale/totalitäre, buchstäblich unter der ungesunden Parole "Einheit" ein (nach wie vor durch Fiktionen und Mythen, Illusionen und Mythologeme des 19. Jahrhunderts zu rechtfertigen versuchtes) Monopol auf die unter diesen Farben versammelten Staatsbürger reklamierende Versklavung — und daher ist das Auftauchen eines "Konkurrenzproduktes" wie das mit allen Illusionen fertig gewordene — und werdende — Dispositiv Neue Form eine (entsprechend kriminogen/verfassungsfeindlich behandelte) "Katastrophe" für jene Spieler und ihr demagogisches Versklavungs-/Beherrschungs-/Unterdrückungs- "Spiel" (unter Merkel, Schäuble, de Maizière etc. direkt à la DDR), die auf ihre historisch und menschlich dümmliche Schlüsselansage "SchwarzRotGold von 1848 ist die Antwort auf die Frage, was Deutschland nach der 'Wiedervereinigung' von 1991 wieder ist", angewiesen sind wie der Fisch auf das Wasser.

 

 

"SchwarzRotGold von 1848" stellt eine beschränkte, die Pluralität der philosophischen Sprachformen — und dort insbesondere die holistische Prozessphilosophie, welche hinter dem Werk Neue Form steht — aggressiv negierende philosophische Form mit entsprechender politisch-juridischer Konsequenz dar, nämlich den in unserer Zeit (bzw. seit 1919) als solchem zwecks unbewusster/totaler Weiter-Befolgung mit allen Mitteln der "Kommunikationsherrschaft" verleugneten, mit "demokratischen" Legenden übertünchten, darob freilich in seinem eigenen Licht unbenommen erfolgreich wirkmächtigen Code eines konstitutionell-monarchisch bemäntelten, de facto absolutistischen Ausnahmezustands in den alten Farben des (1806 offiziell erloschenen) römisch-katholischen Habsburgerreichs.

 

 

Dieses eigensinnig-theokratische, so sinister wie gewaltsam und korrupt zustandegebrachte, die Mehrzahl der Deutschen stets zugunsten einer verborgenen — internationalen, das jeweilig "Nationale" als parzellenmäßig handhabbaren, "individuell"-propagandistisch lenkbaren Kontroll- bzw. Theaterraum betrachtenden — Elite blendende, gegen die Regeln der Heraldik, der Logik, sowie der Philosophie als Ganzem gleichermaßen verstoßende Konstrukt visualisiert in symbolhafter Dichte nichts anderes als das Dispositiv des iustitiums, von dem der italienische Forscher, Rechtsgelehrte und Autor der Ersten Philosophie Giorgio Agamben in seiner (2004 auf deutsch im Rahmen der homo-sacer-Trilogie erschienenen) Untersuchung Ausnahmezustand, S. 52, schreibt: "Im Römischen Recht gibt es eine Institution, die in gewisser Weise als der Archetyp des modernen Ausnahmezustands angesehen werden kann und die trotzdem — ja, vielleicht gerade deswegen — von den Rechtshistorikern und den Theoretikern des Öffentlichen Rechts nicht genügend beachtet wurde: das iustitium."

Die beiden vormals getrennt bzw. in deutschen Landen traditionell zumindest bis zur Reformation homogen nebeneinander gebräuchlichen heraldischen "Farben" SchwarzGelb (das heterochrome, für die kaiserliche, also weltliche Macht und deren normativ-rechtlichen Anspruch stehende "Reichspanier") und Rot (das monochrome, für die per Michaels- bzw. Jesusdogma von der römischen Kirche exklusiv usurpierte geistliche Macht im Reich, bzw. in der Welt, und deren anomisch-metarechtliche Ansprüche stehende "Blutbanner") wurden aus ihrer historischen bzw. funktionalen Gegenüberstellung zum bauernbunten Dispositiv des Codes, zum visuellen Paradigma des mithin zur Regel gewordenen Ausnahmezustands zusammengesteckt, welches fortan (mit der vom protestantischen, zwar unter anderen Farben auftretenden, aber im Grunde auf dasselbe absolutistische "Gottesgnadentum" hinauswollenden preussischen bzw. Wilhelminischen Reichs von 1849 bis 1918/19 erzwungenen Unterbrechung) das sozusagen in aller Öffentlichkeit verborgene, trotz allen Tageslichtes aufgrund der ihm eigenen politisch-konstitutionellen Komplexität aber in seiner wahren Ausnahmezustandsparadigma-Signatur geheim bleibende, keineswegs aufklärerische und/oder demokratische, sondern eben vielmehr unausweichlich vorverfassungsmäßige (und damit von den entsprechenden, gewalt-autoritären und reaktionären Kräften bzw. Rechtsauffassungen dominierte) Leitmotiv und Programm einer Form nicht nur der deutschen, sondern des Lebens der westlichen Gesellschaften werden sollte, "die sich vielleicht heute erst voll entfaltet hat" (Agamben 7/21):

"Wenn [auctoritas (metarechtlich-anomisches Element der Rechtsordnung) und potestas (normativ-rechtliches Element der Rechtsordnung)] tendenziell in einer einzigen Person zusammenfallen, ..." — genausogut können wir dies, wie schon gezeigt, ohne den Zusatz "tendenziell" (das kommt dann hier und heute erst durch den Versuch von Merkel und Schäuble ins Spiel, die Fahne "SchwarzRotGold/1848" bewusst in dem hier aufgedeckten Sinn zu instrumentalisieren) von dieser alten, an sich unpersönlichen, gleichwohl nach der skrupellosen Person zu ihrer "vollen" Nutzung fragenden Vexillologie sagen — "... wenn der Ausnahmezustand, in dem si sich verbinden und indeterminieren, die Regel wird, dann transformiert sich das politisch-rechtliche System in eine tödliche Maschine." (Ebd./102)

 

Den absolut negativen, allein durch den Zwang, der dank jenes ebenso nachhaltigen wie hinterhältigen Handstreichs der visuellen Kommunikation um das Jahr 1800 herum — das genaue Aufkommen der erstmals 1848 offiziell inaugurierten, vordem allerdings die Geschicke des Vormärz für sich entscheidenden (und keineswegs kritiklos gebliebenen) Fahne ist heute aufgrund "pro-aktiver" Verschleierung desselben nicht mehr zu bestimmen — gleichsam aus der Kulisse heraus stets straflos auf die von dem darin enthaltenen Dünkel überwältigten Deutschen ausgeübt werden kann, ständig als "positiv" verkauften bzw. gewaltsam als solchen angedrehten "Clou" an diesem Ausnahmezustand, "in dem wir leben" (Walter Benjamin), die Fiktion, die dieses heute über die ganze Welt ausgedehnte Regierungsparadigma (gerade nicht) "beseelt", hat der italienische Rechtsgelehrte Giorgio Agamben in seiner 2003 (auf deutsch: 2004) vorgelegten Untersuchung Ausnahmezustand — zusammen mit den sich daraus ergebenden (und in dem über derlei symptomatische Beschränkungen des westlichen Denkens hinausgehenden Werk Neue Form berücksichtigten) Konsequenzen mit den folgenden, unübertrefflichen Worten zusammengefasst:

"Ziel dieser Untersuchung (...) war es, die Fiktion ans Licht zu bringen, die dieses arcanum imperii par excellence in unserer Zeit regiert. Was der Schrein der Macht in seinem Zentrum enthält, ist der Ausnahmezustand — aber dieser ist wesentlich ein leerer Raum, in dem sich menschliches Handeln ohne Bezug zum Recht mit einer Norm ohne Bezug zum Leben konfrontiert sieht." — Halten wir an dieser Stelle fest, dass es sich hierbei um einen versteckten, den Unbewussten gegenüber mit der Inszenierung einer "göttlichen Person" als wohlfeilen Platzhalter für die jeweilige Willkür der Herrschenden besetzten "leeren Raum" handelt. Agamben fährt fort:

"Das bedeutet nicht, dass die Maschine in ihrem leeren Zentrum nicht wirksam wäre; im Gegenteil, was wir zu zeigen versucht haben, ist vielmehr, dass sie fast ohne Unterbrechung immer weiter funktioniert hat, seit Beginn des Ersten Weltkriegs, durch Faschismus und Nationalsozialismus hindurch, bis in unsere Tage. Ja, der Ausnahmezustand hat heute erst seine weltweit größte Ausbreitung erreicht. Der normative Aspekt des Rechts kann so ungestraft entwertet, ihm kann widersprochen werden von einer Regierungsgewalt ]violenza governementale], die im Asuland internationales Recht ignoriert, im Inneren einen permanenten Ausnahmezustand schafft und dann vorgibt, immer noch das Recht anzuwenden. (...)" — Wer bei diesen Worten nicht nur an die One-World-Doktrin des US-Imperiums und seine (wie zu zeigen wäre: seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Deutschland gelernte und klandestin übernommene) Vorgehensweise denkt, sondern auch an das heute in Deutschland mit schärfster Entsprechung schaltende, ultra-atlantische Team der Einmauerungs-Ausnahmezustandsexpertin Angela Merkel und des hinter ihr stehenden Ausnahmezustands-Juristen Wolfgang Schäuble, begreift die Dringlichkeit des hier von diesen Marionetten um jeden Preis als "Normalität" bzw. als conditio sin qua non ihres grundsätzlich verlogenen (US-Anschluss-)Regierens gegen die geltende, derlei Übergriff an sich zu verhindern trachtende Grundordnung der BRD herbeizuführen versuchten Ausnahmezustands — dessen "Regel" unverkennbar bereitwillig auf die damit als per Regierungsweisung straflos kalkulierte Unterschlagungs- und Verdrehungs-, also Fahnenbetrugs-Intrige gegenüber dem unbequemen Werk Neue Form angewandt wird, *quod erat demonstrandum*.

Das Werk Neue Form erfüllt die Konsequenz, die Giorgio Agamben an dieser Stelle fordert — indem diese Neufassung erstmals eine Ausnahme der Ausnahme visualisiert, gibt sie den Blick auf die bislang von den westlichen Formen der Philosophie nicht begriffene bzw. "pro-aktiv" geleugnete Substanzlosigkeit der Leere frei (was dieses Werk an sich für die mafiösen Gottesfaschisten jedweder Couleur anbrauchbar macht ... und so versuchen sie es zunächst einmal durch ein bandenmäßig inszeniertes Überrennen und Überwälzen, durch die Verramschung im Fußball- und Biermarketing auch im Original unbrauchbar zu machen, der Öffentlichkeit diese für sie geschaffene Wahl- bzw. Bewusstseinserweiterungsmöglichkeit schnellstmöglich wieder wegzunehmen und sie darüberhinaus noch mit dem Betrug der "Neuvorlage" eines Werkes, das einen ganz bestimmten, in ihren philosophischen Gefilden nicht enthaltenen und sogar nicht möglichen Glanz aufweist, aus ihrer Hand in puncto kreativer Zukunftsgestaltungsfähigkeit bewusst elementar zu täuschen):

"(...) Es handelt sich natürlich nicht darum, den Ausnahmezustand in seine zeitlich und räumlich bestimmten Grenzen zurückzuverweisen, um erneut den Primat einer Norm und von Rechten bestätigt zu sehen, die in diesem letztlich ihr eigentliches Fundament haben. Vom tatsächlichen Ausnahmezustand, in dem wir leben, ist es nicht möglich, in den Rechtszustand zurückzukehren, denn nunmehr stehen die Begriffe des "Zustands" und des "Rechts" selbst in Frage. Aber wenn es möglich sein sollte, sich im Anhalten der Maschine zu üben, die zentrale Fiktion an ihr offenbar werden zu lassen, dann, weil es zwischen Gewalt und Recht, zwischen Leben und Norm keinerlei substanzielle Verbindung gibt." (Ebd.)

Die von den wirtschaftskriminellen Machenschaften der Fahnenbetrügerbande direkt profitierende Regierung Merkel/Schäuble ist mitsamt ihrem illegitim zum Propagandaminister ernannten DFB-Chef Theo Zwanziger ein einziger verlogener, nämlich in Wirklichkeit geistig bankrotter, auf das endlose Hineinzwingen der Bevölkerung in die von der Fahne "SchwarzRotGold/1848" illustrierte Licht- und Atemraumlosigkeit angewiesene Psychopathenhaufen, der die gesamte deutsche Gesellschaft mit ihrer Geisteskrankheit entweder anzustecken, oder sie eben gewaltsam unter ihre perverse Knute zu schlagen versuchen m u s s.

 

 

 

Es sind hinter den Kulissen immer noch die auf der "clever" bzw. skrupellos durchgeführten Staatsverschuldungs-Schiene zu sagenhaftem Reichtum gekommenen, mittlerweile zu beinahe unbeschreiblicher Macht und Gewalt auf der ganzen Welt gelangten, in Wirklichkeit doch längst zu einer globalen, nachgerade Orwellschen "Partei" oder Kabale verschmolzenen Figuren jenes "Ausnahmezustands"- (und fiat-Geld-) Gremiums bzw. -Regimes, die sich nach der "Wiedervereinigung" (d. h. der offiziell als Beitritt der DDR zur BRD im Jahr 1991 deklarierten Fusion von zwei offiziell völlig unterschiedlichen und sogar durch eine Todesmauer getrennten, in Wirklichkeit jedoch — vgl. dazu die tunlichst unterdrückten, keineswegs jedoch widerlegten Forschungsergebnisse von Antony C. Sutton und anderen seit den 1970er Jahren zur gleichermaßen vorgenommenen Finanzierung sowohl der Bolschewistischen Revolution wie auch des Faschismus und des Nazi-Reichs durch "Wall Street", wo die Kabale spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Hauptquartier neben der Londoner City aufgeschlagen hat und dann über die FED zu regieren begonnen hat — die ganze Zeit über von demselben internationalen "Gremium" finanzierten und gelenkten Systeme) wieder der 1991 zunächst von dem in der Ostzone 1949 angesichts der Teilung auf die rote Imprese gedrückten Staatswappen der DDR befreiten und sodann, anlässlich bzw. im Schatten der im "wiedervereinigten Deutschland" ausgetragenen Fußball-WM 2006 auch von dem in der Westzone 1949 angesichts der Teilung auf die Imprese gedrückten Staatswappen der BRD (welches leider zunächst noch immer für die den Bestrebungen jener Kabale dezidiert im Wege stehende und von deren heutigen Spitzen-Handlangern Merkel und Schäuble daher um jeden Preis zu beseitigen versuchte Verfassung der BRD steht) zu "befreien" versuchten, also möglichst unmerklich auf den ausserhalb jener Elite (fast) niemandem bekannten "Gründungsgeist der Paulskirche" (wie es an versteckter Stelle in den Papieren des 24-Millionen-Mitglieder-Verbands DOSB heißt) zurückzuführen versuchten Fahne "SchwarzRotGold" in schon fast gewohnter, jedenfalls dort eingeschriebener und darob dozierter und propagierter sozialdemagogischer Weise bemächtigen und bedienen.

 

"SchwarzRotGold" — bereits diese auf denselben demagogischen Propaganda-hoax hinauslaufende Pseudo-"Formel" ist falsch, da es sich um ein hermetisch-kompress in Schwarz/Gelb ge- bzw. ver-stecktes Rot und damit um eine Zwickmühle mit dem Rot als Beute der Gewinner dieses nicht ganz fairen Spiels, sowie dem Gold als Möhre für die darin wesentlich benötigten Verlierer handelt — gibt vor allen Dingen den Blick auf eines frei: auf ein "altdeutsches", dem Geist der "furchtbaren Theokratie, unter der die Deutschen seit tausend Jahren zu leiden haben" (Hugo Ball 1) entsprechendes, soweit ich sehe aus dem Haus des Vermögensverwalter des Vatikan lanciertes "Reichs-Ersatz-Logo", das "1848" als "Signet der deutschen Wiedergeburt" (das heisst einer "Wiedergeburt" des 1806 erloschenen, mit denselben heraldischen Farben hantierenden Alten — habsburgischen und damit in erster Linie strikt römisch-katholischen, freilich zu diesem Zeitpunkt bereits seit 300 Jahren von den reformatorischen und damals auf dem Kontinent in erster Linie von den hohenzollerschen Preussen vertretenen Kräften zu erobern erhofften — Deutschen Reichs) gegen die Regeln der Heraldik zusammengeschusterte (nämlich die "Ausnahme-Farbe" Rot in die "Regel-Farbe" Schwarz/Gelb und damit eine gegenseitige Indeterminierung — welche dann wieder zwingend nach einer vorverfassungsmäßigen, "souveränen" Entscheidung durch eine absolutistische oder ek-statische (s.o.) Herrscherfigur aus dem an sich in der freien Welt überkommen gewähnten, so wie es aussieht aber gerade in der DDR kategorisch als die scheusslichste Unterdrückungsrechtfertigung konservierten Baukasten der Politischen Theologie eines Carl Schmitt verlangt — setzende), deutsche mentale Gefängnis einer falschen "Anfangs"-Vorstellung; mit anderen Worten: auf einen falschen, so archaischen wie beliebigen, monopolar den Nabel der Welt wie einen Nagel hier einschlagenden "Kreuz-Gral"; wobei das "Kreuz" in dieser politisch-juridisch herausragend leitmotivischen, dummerweise in die Irre führenden Fahne nicht unmittelbar sichtbar, aber insofern durchaus als "verborgener Kreuzpunkt" — vgl. Agamben 2, S. 16 — vorhanden ist, als hier eben die heraldischen Symbolfarben der metaphysischen Tradition des Abendlands für das juridisch-institutionelle Modell der Macht, Schwarz/Gelb, und des biopolitischen Modells der Macht, Rot, "gekreuzt" bzw. kurzgeschlossen wurden), anstelle des echten, mysteriöserweise erst vom Verfasser 1990 nach der dieses bedingenden Schöpfung des Werkes free sun  in der Art eines buddhistischen "Juwels" gefundenen bzw. neugeschaffenen (vorher nämlich nie als faktisches Bild, sondern nur als hier nicht ausformulierbare Andeutung oder Ahnung im Sprachraum existierenden), namentlich dialektischen, nämlich den "anfangslosen Anfang" zeigenden Grals-Bildes ...

Die merkwürdige, im Prinzip hart schwarz/weisse "Farben-(Aufnahme)-Form" der Trikolore — die vielleicht nur hier in Deutschland einmal in ihrer ganzen Tiefe bzw. Verdeckungskraft reflektiert werden konnte (allerdings ganz gewiss nicht ohne die bahnbrechenden Untersuchungen, die ein italienischer Rechtsgelehrter und Autor der Ersten Philosophie namens Giorgio Agamben während der letzten 15 Jahre mit aller Entschiedenheit durchgeführt hat), weil es sich bei jenem SchwarzRotGold von 1848 eben, wie bereits gezeigt, um eine aus lediglich zwei zum Teil heterochromen Elementen bestehende Pseudotrikolore handelt — visualisiert bzw. repräsentiert an sich letztlich (und in letzter Konsequenz) das alles-verheerende, in Wirklichkeit jeden höheren Gedanken lähmende und alle Politik, die den Namen noch verdiente, sabotierende Patt zweier "christlich"-theologischer Paradigmen:

Agamben schreibt rekapitulierend gleich zu Beginn von Herrschaft und Herrlichkeit, dem (erst nach der Veröffentlichung des Werkes Neue Form 2007 auf italienisch und 2010 auf deutsch erschienenen) Folgeband der Untersuchungsreihe zur Macht im Abendland, die er mehr als 10 Jahre früher mit Homo sacer begonnen hatte und von deren schon bis dahin bestehender Lektüre wie gesagt das Werk Neue Form entscheidend inspiriert worden war: "Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist der Versuch, die Genealogie eines Paradigmas zu rekonstruieren, das, obgleich es als solches ausserhalb des im strengen Sinne theologischen Bereichs selten thematisiert wurde, einen bestimmenden Einfluß auf die Entwicklung und die elementare Struktur der westlichen Gesellschaft ausgeübt hat. Eine der Thesen, die sie zu beweisen versucht, lautet, daß sich von der christlichen Theologie zwei im weiteren Sinne politische Paradigmen ableiten, die sich antinomisch gegenüberstehen, jedoch funktional aufeinander bezogen sind: die politische Theologie, die die Transzendenz der souveränen Macht in dem einen Gott begründet, und die ökonomische Theologie, die diese Idee durch eine oikonomia ersetzt, die als immanente — nicht im engeren Sinne politische, sondern häusliche — Ordnung sowohl des göttlichen als auch des menschlichen Lebens verstanden wird. Aus ersterem gehen die politische Philosophie und die moderne Theorie der Souveränität hervor; auf das zweite läßt sich nicht nur die moderne Biopolitik zurückführen, sondern auch der Sieg, den gegenwärtig die Ökonomie und die Regierung über jeden anderen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens davonzutragen scheinen." (Ebd., S. 14)

 

Das Werk Neue Form — ein Werk der bildenden Kunst, also einem der "anderen Aspekte des gesellschaftlichen Lebens", welche gegenwärtig von "Ökonomie und Regierung" totalitär zermalmt werden (das Deutschland Merkels und Schäubles bildet da ebensowenig eine Ausnahme wie zum Beispiel China, die USA oder irgend ein anderes Land) — hindert diese beiden mafiös verschwippten, mit einer ungeheuren Gewalt gegen seinen Urheber vorgehenden Mächte seit vier Jahren aus einem ganz bestimmten Grund daran, es (unter krimineller Ausschaltung und Beseitigung dieses Urhebers) als ihren Sieg "davonzutragen": es hat sie bzw. ihre Schwindler-Herrlichkeit nämlich im Moment seiner Entstehung besiegt (und von daher erklärt sich auch die Gewalt, die es zusammen mit seinem Schöpfer erfährt).

 

 

Im Jahr 1806 war das unter den damals noch separaten Signaturen SchwarzGelb ("Kaiserliches Reichspanier") und Rot ("Blutbanner") segelnde Alte Deutsche Reich, das Heilige römische Reich deutscher Nation — eine Formulierung, die offensichtlich bereits jene zwei von Agamben benannten, "von der christlichen Theologie abgeleiteten, sich antinomisch gegenüberstehenden, jedoch funktional aufeinander bezogenen, im weiteren Sinne politischen Paradigmen" verbalisiert hatte, unter dem "revolutionär-reaktionären" (— allerorten bloß jeweils den einen "im weiteren Sinne politischen" Akzent der christlichen Theologie gegen den anderen verschiebenden? —) Druck Napoleons erloschen. "1848" gab sich (gegen den blutig niedergeschlagenen Widerstand des Vormärz, wie er sich insbesondere um das Hambacher Fest 1832 herauskristallisiert hatte) mit SchwarzRotGold ("die Wiedergeburt Deutschlands") auch in Deutschland die Reaktion die moderne Totale.

Und auch das aus der Zwischenrepublik von Weimar (1919-1933) — die es nach dem Niedergang des protestantischen und daher unter den anderen Farben SchwarzWeißRot "firmierenden" Wilhelminischen Kaiserreichs (welches sich 1849, also nur ein Jahr nach dem Zusammentreten der "ersten deutschen Nationalversammlung" in der Paulskirche zu Frankfurt, flugs mit militärischer Gewalt an die Stelle dieses "Parlaments" gesetzt und seine totalitäre Idee unter seine Fittiche genommen hatte) 1918 noch einmal unter denselben "katholischen" Farben versuchte — hervorgegangene, es mit ihrer Hakenkreuz-Fahne des "Großen alchimistischen Werkes" (der Schaffung des "Übermenschen") versuchende Dritte Reich wird sich an dem bewusst unternommenen Versuch, den sagenhaften "alten" und "unverfälschten", vermeintlich zuletzt von den Katharern (einer manichäischen Sekte, in deren Traditionslinie Hitler stand — vgl. Angebert 1) besessenen bzw. gekannten Gral (der nach der Sage das Geheimnis des Anfangs birgt und somit jene "souveräne Entscheidung", deren die Macht zur Beherrschung ihres Reichs bedarf, ermöglichen bzw. gewährleisten würde) wiederzuentdecken, die Zähne ausbeissen ... und in seinem "Führer" konsequent scheitern.

 

Nach der "Wiedervereinigung" (d. h. dem "Beitritt der DDR zur BRD" — bei dem das kleine, für westliche Ohren noch heute absurd klingende, leider doch zutreffende Detail sträflich vernachlässigt wurde, dass sich die DDR als legitime Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reichs wähnte) im Jahr 1990 wird ein harter Kern von Politikerinnen wie Angela Merkel, von der Leyen, und Politikern wie Helmut Kohl, dem erst spät aufkommenden Thomas de Maizère und vor allen Dingen Wolfgang Schäuble (freilich wieder einmal von Wall Street finanziert) mit aller Zähe versuchen, die Fahne "SchwarzRotGold von 1848" klandestin (und ganz im Sinne des globalen Monopol- Absatzmarktes der Finanziers) für sich zu monopolisieren und mit dem alten Projekt — der "Wiedergeburt Deutschlands" in diesem Sinne, also einer sowohl vom Projekt des "europäischen Einigungsprozesses" getäuschten Bevölkerung als auch im Hinblick auf das geltende deutsche Grundgesetz vollkommen verfassungswidrigen Wiedererrichtung eines europa-beherrschenden Deutschen Reichs mit einem Führer bzw. einer Führerin an der Spitze — aufzuladen: Bei diesen Leuten handelt es sich, so wie das alles aussieht, um dieselben Personen, die dann um jeden Preis das unverhandelbare Werk Neue Form haben müssen — würde dieses doch ihr unabdingbares Monopol (sowie die ebenfalls unabdingbare propagandistische Inszenierung desselben — für die Wolfgang Schäuble/CDU aus der vermeintlichen, jedenfalls sicherlich mit der damaligen Kanzlerin Angela Merkel/CDU abgesprochenen Allmacht des Postens eines Bundes- Innenministers, den er im Kabinett Merkel I innehatte, heraus dem DFB-Chef Theo Zwanziger/CDU eine "Vollmacht zur Verwirklichung seiner Gesellschaftspolitik" zusteckt) in Frage stellen und den Großen Plan der Errichtung einer europäischen Hegemonialmacht nach alter Fasson (also einer "souveränen Diktatur" nach dem Muster der Politischen Theologie des frühen Carl Schmitt) gefährden: Und, nach allem — wenn schon unumgänglich —, wäre es nicht viel toller , den Plan gleich mit dieser neuen Fahne zu verwirklichen?

Man muss dazu nur deren Urheber beseitigen ... angeboten wurde sie schließlich ja bereits von der ostdeutschen Fahnenfabrik, die für diesen Anfang 2007 die Originalauflage von 50 Stück gedruckt hatte und daher im Besitz der Original-Werkdatei ist (ohne die sich diese Fahne nicht technisch reproduzieren lässt).

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Die alte deutsche Fahne "SchwarzRotGold von 1848" ist — wie einer Elite von (sich tatsächlich selbst so bezeichnenden) Kommunikationsherrschern durchaus bewusst ist — von Anfang an ein geschichtspolitischer Schwindel; steht sie doch von ihrer ganzen Machart her mitnichten — wie es die gehegte und gepflegte, mit allerlei aktiver Fälscherarbeit zur "Wahrheit" erhobene Legende will — für "die moderne (dialektische) Demokratie", sondern zeigt an sich typologisch das Paradigma des Endes aller Demokratie, nämlich das archaische Dispositiv des Ausnahmezustands (des "'Ausnahmezustands', der die Regel ist", wie Walter Benjamin sagte): Ein Justitium.

Das imperium in diesem somit stillschweigend über Deutschland verhängten — und von den deutschen Staatsbürgern in der Regel als ihre masochistische Fessel geliebten — Ausnahmezustand wird seit 1990 quasi regulär (und seit 2005, mit der konservativen Regierung Merkel 1 und 2, in stetig verschärfter Gangart), zielgerichtet und bewusst — aber selbstverständlich klandestin — im Rahmen eines längerfristigen Projekts namens Neokonservativismus (d. i., wie z. B. Engdahl 1 ausführlich berichtet, eine seit etwa 1950 in den USA künstlich herangezüchtete, auf der konsequenten Anwendung von sogenannten Sozialtechniken beruhende und auf den Zweck der Erlangung der alleinigen Weltherrschaft durch den militärisch-industriellen/finanztechnischen Komplex um jeden Preis ausgerichtete, pseudochristliche, "wiedergeborene", "evangelikale", "christlich-zionistische" Sektenbewegung, welche heute zu einem riesigen, allesverschlingenden Monster im global bis in den Weltraum hinaus ausgebreiteten Netz seiner Full Spectrum Dominance herangereift ist) übernommen.

Unter der Kanzlerschaft der protestantischen, ehemaligen DDR- Agitations- und Propaganda- Funktionärin Angela Merkel (CDU) scheint die Verschiebung des einstmals römisch-katholischen, also alt-europäischen (D. Rumsfeld) Imperiums, welches in jener 1848er- Fahne fixiert war und bislang auch durch sie dogmatisch (mit entscheidender Auswirkung auf die deutschen Juristen) doziert wurde, auf die genannte "evangelikale", "wiedergeborene" usw., neokonservative/neoliberale, militärisch-industrielle/finanztechnische Schiene ein Kinderspiel zu sein; und das, wenn nicht alles täuscht, auch ist ihr geheimer Auftrag (ohne den sie nicht im Amt wäre).

Merkel inszeniert und gewährleistet — in ganz genau derselben, an die Zustände in der DDR gemahnenden Art und Weise, wie es dann ihre Kommunikationsherrscher-Kamarilla mit dem Werk Neue Form unternimmt — die Okkupation, Überwälzung und schließliche Gleichschaltung des "wiedervereinigten" Deutschlands durch bzw. für das neokonservative (US-)imperium und dessen vordergründige Spektakelgesellschafts-Farce.

 

______Weiterlesen: [2]

 

die sackgasse "SchwarzRotGold von 1848"

• Das Glaubenszeichen des kapitalistischen Wahnsinns

• Die fatale Wegmarke einer bereits gründlich gescheiterten Philosophie

• Das Organon eines religiösen Absolutismus; totalitäres Paradigma eines autoritären Staates

• Idealistisches Eigentor: Schlüssel zur Nicht-Wahrnehmung der Wirklichkeit

Diese alte Fahne versucht(e) — positiv formuliert, denn wenn man es in seiner ganzen, bis auf den heutigen Tag wirksamen Negativität sieht, so war die Gestaltung genau wie auch die Einsetzung dieser Fahne ein ungeheuerlicher Betrug seitens einiger Apokalyptiker der Gegenrevolution (in Reaktion auf die französische Revolution von 1789) — als Spätgeburt der idealistischen Ästhetik krampfhaft und "genialisch" (d. h. hier gegen die Regeln der Heraldik), den — in Wirklichkeit schon damals ein- für allemal entschwundenen — Horizont einer teleologischen Seinsordnung durch dessen "bild"-haftes (d. h. hier gewaltsames, archaisch-paradigmatisches), jedenfalls nonverbales Zementieren als "deutsche Identität" wiederzugewinnen, zu postulieren, zu propagieren und schließlich zu dozieren; das zieht — wie es seither, seit der (gescheiterten) "bürgerlichen Revolution" von 1848, namentlich bei der professionell-elitären, anmaßend-autoritären und eifersüchtig-exklusiven Führungsschicht der "deutschen Konservativen in der Tradition des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation" als zynisches Herrschaftswissen gilt, und zwar gerade wegen der im Grunde damals schon siegreichen, diesen von den Deutschen als ausgesprochen religiösem Volk aber eben wie von den schlimmsten, unverbesserlichsten Süchtigen begehrten, allerdings schon vor Jahrhunderten aus der Wirklichkeit verschwundenen metaphysischen Horizont jetzt ohne langes Fackeln aufhebenden (d. h. im Doppelsinn dieses Wortes: zum einen aussetzenden und suspendierenden, also als obsolet aufgebenden, zum anderen wie auch immer, als leere Hülse oder Versprechung, als stets aus dem Hut zu zaubernde romantische und bei Bedarf blutige Fiktion, in einem Wort als Maske der Mächtigen aufbewahrenden) Philosophie des Neukantianismus mit ihrem systematischen bzw. skrupellosen Vorrang der wissenschaftlichen Erkenntnis (Vgl. Gadamer 1, S. 103) — noch heute vorzüglich bei der deutschen Schafsherde (und ist namentlich durch den Wegfall der Systemkonkurrenz zwischen Deutschland/Ost und Deutschland/West durch die "Wiedervereinigung" wieder an die erste Stelle der machiavellistischen Agitation jener "All"-Mächtigen gerückt) ... vorausgesetzt eben, Bildung und Erziehung, Propaganda und Mission, Rechtsgestaltung (bzw. Rechtsvergewaltigung), Rechtsprechung und Regierung schaffen es (gemeinsam vermittelt über einen weitgehend gleichgeschalteten Medienapparat), die Bevölkerung immer weiter als solche Schafsherde in der Spur des eigentümlichen Vorurteils (Vgl.: Ebd.) dieser herrschenden philosophischen Bewegung zu halten.

Das Mittel dazu ist also — soweit die Macht dieser Mächtigen reicht (und sie reicht bis ins Kanzleramt) — noch in einem ganz anderen Sinn als dem eines "staatlichen Hoheitszeichens" (das diese Fahne genau betrachtet bzw. aus einem ganz bestimmten Grund gar nicht sein kann und — weshalb es dann z. B. mit dem Bundesadler-Wappen bestückt werden muss, um ein solches darzustellen — in Wirklichkeit auch nicht als solches gilt) sakrosankt: es handelt sich bei dieser Fahne "SchwarzRotGold von 1848" in Wahrheit um ein privatimes Hoheitszeichen (der Mächtigen). Und so ist der Teufel los, wenn es, wie durch das profunde, viel profundere, den Weg der Demokratie nach Deutschland in Wirklichkeit erst(mals) öffnende Werk Neue Form überholt wird (was zugleich wieder das oben gesagte beweist).

Und weil gerade der für die Kennzeichnung Deutschlands als einem föderalistisch verfassten Staat maßgebliche Bundesadler von den Ostdeutschen gehasst wird (immerhin wurde ihnen 40 Jahre lang mit zunächst stalinistischen, später dann noch etwas subtileren Gehirnwäschemethoden exakt dieses Wappen als dasjenige des naheliegensten und tödlichsten Feindes eingebläut), kann es mit der hohlphrasigen "Einheit" der Konservativen nichts werden ... jedenfalls so lange dieses Wappen auf "SchwarzRotGold" ruht: Seine Entfernung begann - zusammen mit einem schleichenden Staatsstreich der bereits genannten Mächtigen hin zu einem totalitären Ausnahmezustands-Regime - im Jahr 2006 mit dem "Fahnenmeer" während des "Jahrhundertsommers", "Sommermärchens" etc, der in Deutschland abgehaltenen Fußball-WM, ohne dass es offiziell jemand bemerkt hätte. Sogar der damalige Bundespräsident (Horst Köhler) täuschte "proaktiv" über einige damit verbundene Implikationen hinweg. Jedenfalls verträgt der monopolistische und demagogische "Einheits"-Totalitarismus, der da angestrebt bzw. verwirklicht wird, kein Zweites, aber "recht" betrachtet kommt doch jene Neue Form diesen Avancen bloß recht, nicht wahr?

Die neue Fahnenvorlage m u s s daher um jeden Preis — das bedeutet hier: notfalls zum Preis der regierungskriminellen Deckung eines kriminogenen Aktes — enteignet, und ihr Geltungsbereich (zusammen mit ihrem Urheber) vernichtet werden: Wie das geht, macht dann die mafiose Fahnenbetrügerbande des innenministeriell gedeckten CDU-Funktionärs und DFB-Chefs Theo Zwanziger vor.

Die alte Fahne "SchwarzRotGold von 1848" wurde zu Anfang des "Zeitalter(s) der beginnenden Vollendung des Nihilismus" (Heidegger 5, S. 244 — was es mit dem Nihilismus auf sich hat, erfährt man dort aus berufenem und bekehrten Munde) aus den zwei ehedem noch — analog zu den beiden Elementen der Metaphysik (dem Seienden als solchen im Ganzen und der Wahrheit des Seienden als solchen, welche irrtümlich auch für die Wahrheit des Seins gelten soll, eben "so zwar", wie unser Gewährsmann Heidegger an dieser Stelle so schön sagt, "dass die Wahrheit des Seienden als solchen für das Sein gilt, weil die Wahrheit des Seins ausbleibt") als "Geschichtsgrund der abendländisch und europäisch bestimmten Weltgeschichte" (Ebd.) — separaten heraldischen Kennungen der Elemente des (bis 1806 "alt"-reichsdeutschen, d. h. mit dem abendländisch-imperialen Anspruch versehenen und für den Okzident typischen) Rechtssystems "genial(isch)" zusammengestückt.

Das bis zur Schöpfung des Werkes Neue Form (2007) im allgemeinen unerkannt gebliebene, gleichwohl bereits "proaktiv" von einer ausgesprochen hochkarätigen, leider ebenso kriminogenen wie zynischen Kommunikations-, PR(public relations)- und Propaganda- Kamarilla der neoliberalen Globalisierung (Abteilung bzw. Provinz Deutschland/Europa) über die König-Fußball- Spektakelinszenierungen gezielt zur ultimativen Aufstachelung, Hooliganisierung und Talibanisierung ihrer so gesehen absolut unfreiwilligen, wissentlich in dieser großen Arena des politisch instrumentalisierten "Sports" gehirngewaschenen, mit der einen oder anderen lächerlichen Ersatz-Identität ausgestatteten, sowie in ihrem an sich erklärten Willen als BRD-Staatsbürger unter einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung klandestin entmündigten und düpierten Hilfstruppen als das politische Mittel zur Gleichschaltung (Kampfschrei/Parole: "Einheit") schlechthin flächendeckend zu Beginn dieses neuen Jahrtausends (welches jene globale Sekte kurzerhand zu dem ihren erklärt hat) neuerlich in seiner alten Reinform (d. h. ohne die einst in der DDR bzw. heute noch in der BRD zur Komplettierung als staatliches Hoheitszeichen darauf gestempelten Embleme bzw. Wappen) in Stellung gebrachte, seinerzeitige, dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekanntlich auch die zur Sprungschanze des Nazi-Regimes mutierte Weimarer Republik sowie in der zweiten Hälfte (jeweils mit den besagten Stücken in der Imprese) die beiden großen, nicht-enteigneten Besatzungszonen Ost und West zierende Resultat war (bzw. ist offiziell in jener "gemeinfreien" Version ohne Besatzstücke noch immer) fortan das Maschinenzeichen des deutschen, d. h. wohl oder übel des paradigmatischen Nihilismus.

"Aus dem Geschick des Seins gedacht, bedeutet das nihil des Nihilismus, dass es mit dem Sein nichts ist. Das Sein kommt nicht an das Licht seines eigenen Wesens. Im Erscheinen des Seienden als solchen bleibt das Sein selbst aus. Die Wahrheit des Seins entfällt. Sie bleibt vergessen." (Ebd.)

Ein Holzweg hört, wie Heidegger schon im Vorwort des zitierten Werkes ausführte, "jäh auf".

In seiner Untersuchung Ausnahmezustand zieht auch der italienische Rechtsgelehrte und Autor der Ersten Philosophie Giorgio Agamben (Ders., 7) eine ungeheure Parallele zwischen der (schon von Heidegger mit einem triftigen Abgesang bedachten) abendländischen Tradition der Metaphysik — die bestimmt sei von einer "Gigantomachie rund um eine Leere" (Ebd., S. 72) — und dem "ebenso (wie dieser "Kampf der Giganten rund um das Sein") entscheidend(en) Kampf [der] westliche(n) Politik um die Anomie"; eine Parallele mithin, deren beide Stränge wie gewollt, aber hermetisch verborgen, in jener einst gegen die Regeln der Heraldik aus den traditionellen Farben des Rechtssystems des Okzidents (bzw. des hier in der römischen Tradition federführenden Alten Deutschen Reichs) zusammengestückten Fahne "SchwarzRotGold" zu einer paradigmatischen Darstellung des dunklen, im alten römischen Recht begraben liegenden Dispositivs (Vgl. ebd., S. 52ff) eines iustitio indicto oder edicto zur Regel erhobenen Ausnahmezustands verquickt, zur "prototypischen" Darstellung eines "Zustands" also, der geradezu durch die "Leere", durch den "Stillstand des Rechts" gekennzeichnet ist.

Bedenkt man, dass eine "Ländernationalfahne" (Dr. Schierholz, VG Bild-Kunst) allein durch ihre gesellschaftliche Position schon eine Seinslehre — die oberste Seinslehre in dem von ihr bezeichneten Hoheitsgebiet — repräsentiert, so scheint diese alte deutsche Fahne auch heute noch einmal (wie es schon in der Phase der Weimarer Republik der Fall gewesen war) einer totalitären nationalen Regierungspolitik "Recht" bzw. carte blanche zu geben und ein willkürliches, vorverfassungsmäßig-souveränes (d. h. absolutistisches) Schalten über die "äusserte() und gespenstische() Form des Rechts (...), wo es sich spaltet in reine Geltung ohne Anwendung (Gesetzesform) und reine Anwendung ohne Geltung: [Gesetzlose]Kraft" (Ebd.), einzuräumen, wenn es diese (wie es zweifellos bei der ehemaligen DDR- Agitations- und Propaganda- Funktionärin Angela Merkel, einer regelrechten Fachkraft also, der Fall ist) nur versteht, sie sich (auch ohne irgendwelche staatlichen Embleme oder "Bundes"-Wappen, also in ihrer "gemeinfreien" Variante, wie es durch jenen "Wiedervereinigung" genannten Beitritt der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 faktisch möglich geworden ist, da in diesem Zug schon einmal das DDR-Staatswappen obsolet geworden und weggefallen war) per Akklamation in den altbekannten, juvenalischen "Brot- und Spiele"- Inszenierungen als ihr (dort nämlich, wie man es anlässlich des "Fahnenmeeres" im "Jahrhundertsommer" der in Deutschland abgehaltenen Fußball-WM 2006 so plakativ erlebte, auch ohne das BRD-Wappen gebräuchliche) populistisches Monopol-Mittel, als das ihrer alleinigen Deutungs- bzw. Missdeutungshoheit, d. h. als das ihrer Ausnahmezustands- Bestimmungsgewalt (d. i. dann die — übrigens traditionell heraldisch seit mehr als zweitausend Jahren mit der Farbe Rot verbundene und mit dem Führerprinzip auctoritas principis verknüpfte — Ausnahmegewalt) allein überlassene und folglich leicht per simultan usurpierter "Kommunikationsherrschaft" in eine propagandistische Flüstertüte der Sonderklasse verwandelbare Sprachrohr des ek-statisch- souveränen (d. h. absolutistischen) "Durchregierens" (Merkel) "bestätigen" zu lassen.

Denn in der metaphysischen Tradition des Abendlands ist jenes von den "Giganten" umkämpfte Sein — das die Politik zu ihrer "Sache" gemacht hat und mit ihrer "ontho-theologischen Strategie (...) im Netz des Logos einzufrieden" (Ebd.) versucht (und was mit den Mitteln der Heraldik nicht schlagender darzustellen wäre, als es in jener Fahne des "Gründungsgeistes der Paulskirche", wie es in den 2008-er Statuten der mit 26 Millionen Mitgliedern größten Personenvereinigung Deutschlands, des DOSB, so schön heisst, geschehen ist) — vereinfacht gesagt stets auf ein "Urprinzip oder ein einzig Seiendes" (mit einem ominösen, all dies zwangsläufig in einen Nihilismus überführenden, bei aller fiktiven "Einheit" nicht wasserdicht integrierbaren, in Wirklichkeit ja hinausdividierten Rest an unverstandener Leere) und damit gerade aus dem Bereich hinaus verschoben worden, auf den der Mensch eigentlich angewiesen ist, nämlich dem Bereich des "Bodens", auf dem er steht, der nicht die dogmatisch verkündete, starre Wahrheit eines (ihm dann stets von einer autoritären Obrigkeit zum Tribut des bedingungslosen Gehorsams kredenzten bzw. vorgeschriebenen) "Einheits-Sinns" des Seins, sondern vielmehr die dynamische, kreative (mit einem Wort Heidggers: wesende), nicht — jedenfalls nicht im Befehlston — festzulegende Wahrheit des Seins ist.

Im pseudo-trikoloristischen (eben nur aus zwei zum Teil heterochromen Elementen bestehenden) Zwickmühlenaggregat der deutschen Fahne "SchwarzRotGold von 1848" wird — bildlich gesprochen — dem (als deutschem Staatsbürger auf dieses Aggregat zwangsbezogenen) Menschen der Teppich unter den Füßen weggezogen und er einem "'Ausnahmezustand', der die Regel ist" (Walter Benjamin), unterstellt, welcher mit den Worten von Giorgio Agamben "eine Schwelle (markiert), auf der Logik und Praxis ihre Bestimmtheit verlieren und wo eine reine Gewalt [violenza] ohne lógos eine Aussage ohne jeden realen Bezug zu treffen beansprucht" (Ebd., S. 51).

Mit anderen Worten einem "Zustand", wie er idealer für das — am (unter diesen Umständen, wie schon gesagt, ausgesetzten) Grundgesetz gemessen regierungskriminelle — "Durchregieren" (a. k. a. das Unterdrückungsregime) gewisser Parteien und ihres Personals nicht vorstellbar ist, die sich deshalb — mit steter reichlicher Unterstützung ihrer Klientele — um jeden Preis in die oben beschriebene Monopolposition zu bringen versuchen bzw. bereits gebracht haben.

Dass dann eine profunde, eigenständige, einmalige und originäre Neufassung dieser Farben, eine Darstellung, die ohne Rekurs auf Vorgeordnetes den Blick auf den wirklichen Ausnahmezustand (W. Benjamin) freigibt, auf das Empfindlichste und Entschiedenste stört und — ebenfalls um jeden Preis — "integriert" werden muss, versteht sich quasi von selbst.

 

die falsche bundeskanzlerin

Dass diese Enteignung klandestin und verbrecherisch — durch ein sogenanntes wissentliches Plagiatsvergehen, konzipiert und exekutiert von einer organisierten Kriminellenbande unter der Leitung des ehemaligen Verwaltungsrichters Dr. Theo Zwanziger/CDU (und übrigens auch, gegen EU-Recht, ersatzlos) anhand der ebenfalls bandenkriminell unterschlagenen Original-Werkdatei — vorgenommen werden muss, ist bezeichnend für die Übernahme (aus der klandestin Stasi-geführten und dabei der West-CDU nahestehenden Ost-Partei Demokratischer Aufbruch DA), den Aufbau und den Einsatz der einstigen, mit den Schlichen der "marxistisch-leninistischen", sowjetischen Gehirnwäsche-Techniken und -Strategien vertrauten FDJ- (DDR-Jugendorganisations-) Agitations- und Propaganda- Funktionärin Dr. Angela Merkel als CDU- ("Einheitspartei"-) Parteivorsitzende und schließlich als deutsche Bundeskanzlerin.

Mit dem ebenso hohlen wie unverfrorenen, stereotyp anstelle irgendwelcher nicht-fiktiver Inhalte dauerwiederholten, "nationale Einheit"- Gegacker dieser sauberen Dame schiebt sich erbarmungslos der Wille in die europäische Wirklichkeit zurück, die alten deutschen und internationalen Fehler von 1848, 1914, 1933 und 1990 (um mit diesen Jahreszahlen bloß einen groben Hinweis zu geben) rücksichtslos zu wiederholen:

Die Weichen werden von der die Welt heute fast überall beherrschenden Elite über ihre Marionetten wissentlich — über den erklärten oder (z. B. sogar mit der tyrannischen Entscheidung zur gewaltsamen Enteignung und zum heimtückisch verfälschten Einsatz eines bereits entschiedenen Kunst-Werkes auf der besonderen, höchsten medialen Ebene der Fahnen) getäuschten Willen der Bevölkerung hinweg — falsch gestellt, hin in das schrecklichste aller denkbaren Zukunfts-Szenarien, das eben dadurch erreicht werden wird, heute und während der kommenden zehn Jahre angesichts der globalen Krise so zu tun, als hätte sich im Hinblick auf jene Weltenregierung nichts verändert.


1000 Jahre Theokratie als deutsche Staatsidee

1000 Jahre geistiger Betrug

Deutschland hat, sozusagen von jeher, ein spezifisches und grundlegendes Problem — Deutschland ist dieses Problem: Es ist das Land, das seinen Gründungsmythos, seine gelegentliche imperiale Größe auch, immer von Rom bezog ... wobei der Anspruch Roms, des Vatikan und seines Katholizismus, des Papsttums und des von ihm symbolisch repräsentierten, militärischen Bevormundungssystems ein autoritär- politischer (gerne von anderen Konfessionen nachgemachter), und keineswegs ein geistig- einsichtiger ist.

Dort geht es darum, dem um jeden Preis durchzusetzenden, dem immer von der einmal getroffenen Ansage "katholisch" (d. h. "allgemein") und von der angeblich exklusiven (mit einem einfachen Kreuzchen symbolisierten, freilich nur inklusive Unfehlbarkeitsanspruch postulierbaren) Mittlerposition zur göttlichen Souveränität gekennzeichneten Anspruch gerecht zu werden ... um das weltweit Schule machende "Streben nach dem 'militärischen Reich Gottes auf Erden'" (Hugo Ball, s. u.). 

Das Geistige wird von der Maschine der katholischen Seelenbeamten — darin eben gerade möglichst, in einer Art tödlichem Wettlauf, von ihrer von Luther in den 1520er Jahren aufgebrachten protestantisch- sportsfeindlichen Kollegenschaft noch übertroffen — mitsamt der Spiritualität des Individuums (so dies nicht am Ende gar dasselbe sein sollte) zu politischen, imperialen Zwecken "zurecht" gestutzt, dogmatisch stranguliert, politisch drangsaliert und instrumentalisiert, militärisch kaserniert und doktrinär kanalisiert.

Wer herrschen will in diesem Land, wird schlecht an diesen "christlichen" Monopolen der einen oder anderen Couleur, insbesondere dem (west-) römischen Katholizismus, vorbeikommen. Sie liefern traditionell die Definitionen, wie und was die Welt sowie ihr Recht ist bzw. zu sein hat, und damit das Rohmaterial für die jeweilige souveräne Entscheidung ... des ihnen verpflichteten Souveräns. — Aber was, wenn dieser Souverän das abtrünnige, undankbare und nicht in die Feinheiten und Fundamentalismen des geltenden Rechts eingeweihte Volk sein soll, und der islamistische Fundamentalismus angreift?

Dann wird dieser Clou wieder einmal Hochkonjunktur unter den ohnehin anderweitig unbeleckten, auch heute noch schön effizient von der Heiligen Inquisition (deren Chef während der letzten 30 Jahre der heutige Papst aus Deutschland war) von jedem lebendigen Geist ferngehaltenen Staatsdienern bekommen.

So besteht eigentlich von jeher ein scharfer, ziemlich einseitiger Gegensatz zwischen der autoritären deutschen Staatsidee und der freiheitsliebenden deutschen Intelligenz, dem "deutschen Gedanken" (der möglicherweise — jedoch nach wie vor ausgeschlossen von seiner sozialen Integration — auch heute eine bessere Antwort auf diese Frage hätte, als sie der katholische, "christliche", d. h. depraviert-christliche, Fundamentalismus zu geben vermag).

In seinen höchsten Formen, etwa bei Meister Eckhart, bat dieser Gedanke schon einmal darum, "frei zu werden von Gott". Doch derlei Erkenntnis ist selten, und ein halbes Jahrtausend der Inquisition kümmerte sich (und kümmert sich noch heute) darum, sie auszumerzen, was unweigerlich zu einer hoch spekulativen, absolut nicht von praktischer spiritueller Erfahrung geprägten und von daher vollkommen desorientierten, stets über das Knie gebrochenen, autokratisch- diktatorisch implementierten Tyrannei führt(e), die wiederum schon immer die sattsam bekannten weltlichen Diktaturen des Abendlandes auf Schritt und Stiefeltritt nicht nur begleitete, sondern nachgerade "inspirierte" (wenn denn überhaupt noch ein Fünkchen spirit in dem Laden vorhanden oder vorhanden gewesen sein sollte, und nicht bloß stets die vollständige Ersetzung der ursprünglichen, übrigens auch von jeher abenteuerlichen Schöpfungs-Idee durch die eine oder andere entsprechende, zum Schluss, heute nämlich, folgerichtig in der Emittierung von Falschgeld gipfelnden Geldschöpfungs-Idee).

Der heutige, deutsche Papst Josef Ratzinger/ Benedikt XVI. stand also die letzten 30 Jahre vor seiner Unfehlbarwerdung anno 2005 (BILD: "WIR SIND PAPST!") der Kongregation zur Bewahrung des rechten Glaubens (und der Kaufkraft solchen Geldes wie den faulen Papieren der vatikanischen Banco Ambrosiano?) vor, wie sich die Heilige Inquisition heute nennt; das sollte bei dem, was derzeit namentlich mit Deutschland geschieht, und auf das im Folgenden, wo es um das erneuerte Bild der Schlüsselentscheidungsgewalt in diesem Staat schlechthin geht — sowie dessen verfassungsfeindlichen Raub per neokonservativer Intrige, weil es der Bevölkerung zur Erlangung/ Erneuerung der Emanzipation der Zivilgesellschaft in diesen postdemokratischen Zeiten zurückgegeben werden sollte —, im Detail zu sprechen zu kommen sein wird, im Auge behalten werden.

Der Beginn der jüngeren Geschichte wird aus deutscher Sicht — wie zu zeigen sein wird, ganz zurecht, dies jedoch aus anderen Gründen als von der deutschen, nunmehr schon bekannt "geschichtspolitisch" arbeitenden Propaganda angegeben — auf das Jahr 1848 datiert, als nach einem halben Jahrhundert der von der französischen Revolution in den 1790er Jahren ausgelösten Wirren die Paulskirchenversammlung in Frankfurt stattgefunden hatte.

Der sogenannte Vormärz war — mehr oder weniger depraviert — in den "deutschen März" gemündet, und die erste "Nationalversammlung" inaugurierte ihre Fahne: Schwarz_Rot_Gold.

Es handelt sich, richtig und jetzt gelesen, bei diesem — partout nicht den Regeln der Heraldik gemäß, sondern in einer Art romantischer, beliebig-mutwilliger, symptomatisch autoritär- katholisch- monarchistischer Volte entstandenen — Fahnenbild um das zu einem solchen erstarrte Bild schlechthin des "'Ausnahmezustands', der zur Regel geworden ist": Wer, etwa per Propaganda, diese Fahne für sein Lager okkupiert, postuliert und reklamiert die souveräne Entscheidungsgewalt ausserhalb jedweden demokratischen Prozesses exklusiv für sich.

Nicht nur, aber insbesondere in Krisenzeiten (wie sich schon einige Male, 1849, 1933, 1989, gezeigt hat) eine äusserst kritische, brandgefährliche Angelegenheit, die, mit dem bislang und aller Wahrscheinlichkeit nach nur vorübergehend Ausnahme gebliebenen Datum von 1989, sich dann noch immer rasch irgendwie verselbständigend in das durchaus in ihr dispositiv angelegte Umkippen der Biopolitik in regelrechte Thanatopolitik und das militärisch inszenierte Aufkommen einer neuen Fahne entwickelt hat.

Wie nun insbesondere und in einer bislang noch nicht dagewesenen Profundität die Untersuchungen und Forschungsergebnisse Giorgio Agambens zum Ausnahmezustand, einer von Alters her in verschiedenen Formen bekannten Art des militärischen oder auch politischen ("fiktiven") Gewaltherrschens, zeigen konnten, besteht die originäre politisch- juridische Beziehung zwischen dem modernen Staat und seinen Bürgern ohnehin durch nichts anderes als den — selbst nämlich auf nichts anderes als die Figur der Ausnahme (im Spiel von Ausnahme und Regel) zurückgehenden — souveränen Bann, und keineswegs, wie es der Mythos haben will, in der Figur eines Vertrages (Agamben nennt dies das Hobbessche Mythologem). Die Situation des "ausgenommenen", und somit der Unterdrückung preisgegebenen Menschen entspricht daher der Situation des — von Agamben unter dieser Bezeichnung in die Debatte zurückgeholten) — Homo sacer, einer merkwürdigen Figur des alten römischen Rechts, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ein Leben verkörpert, "das zwar getötet werden kann, aber nicht geopfert werden darf"; es scheint sich hierbei um eine Anspielung auf die Entscheidung bzw. Unterscheidung zu handeln, die schon in der alten griechischen Philosophie der Politik anzutreffen ist, zwischen einem Leben, das der jeweiligen politischen Gemeinschaft entweder dadurch angehört, dass es gerade selbst diese Entscheidung traf, sich zu "politisieren" (und darüber Aufnahme fand in diese gegen etwas anderes, nämlich gegen den "schönen Tag des Lebens", die euhemeria, wie es bei Aristoteles heisst, abgegrenzte Gemeinschaft), oder ihr eben nicht angehört und "bloßes Leben", Homo sacer ist.

Die Patsche, in der der lebendige Mensch dabei in seinem heutigen Staat sitzt, besteht genau darin, dass es jener "schöne Tag" ist, der zur Aufnahme in die Gemeinschaft zu politisieren ist — dessen Rechte dabei jedoch aufgegeben werden müssen. In dieser selbst-entmündigenden, selbstentmündigten Sackgasse des Mündigseinwollens steckt der Mensch mit seiner staatlichen Politik und deren Autoritätsfrage (die ihm im Falle einer Wirtschaftsdiktatur gerade das politische Bürgerrecht des "schönen Tages", das er sich mehr oder weniger errungen hatte, wieder streitig machen, durchkommerzialisieren und dadurch wegnehmen wird) noch heute — irreversibel, so wie es aussieht. Die Entscheidung liegt nicht bei ihm, sondern bei einer Gewalt, die er nicht unbedingt direkt kreiert, sondern die aus seiner Kreation — zwangsläufig, und mit dem Eigen- Anspruch, diese, die sie in Wirklichkeit angreift, selbst zu schützen — ensteht: Bei einem Mafia-Staat, wenn niemand aufpasst.

Aus diesem Grund konnte der (deutsche) Staatsrechtler Carl Schmitt zu seinem berühmten Statement kommen: "Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet."

Wenn die Annahme richtig ist, dass das staatliche deutsche Hoheitszeichen von 1848, Schwarz_Rot_Gold, nicht nur einem, sondern gar einem gattungstypischen Bild des Ausnahmezustandes gleichkommt (das durch das Ineinanderfallen von Regel/Norm, symbolisiert durch das kaiserliche Schwarz/Gelb, sowie der Ausnahme, symbolisiert durch das ekklesiastische Rot, und durch die weitere, genaue Entsprechung der für das abendländische Rechtssystem symptomatischen Anlage, d. h. der für dieses typischen Konstellation von potestas/schwarzgelb und auctoritas/rot entstünde, wie es hier eben auch der Fall ist), so handelt es sich dabei einerseits um "das deutsche Dispositiv" (was schon einmal das beständige Zurückkommen auf diese Fahne nach intermittierendem Gebrauch von anderen Farben und Symbolen hinlänglich erklärte), während gleichzeitig alles darauf ankommt, die Deutungs- oder Missdeutungshoheit darüber zu erlangen (da aus ihr jeweils die wie auch immer gelagerte Entscheidung hinsichtlich der politischen Weges- Gestaltung, die Entscheidung über den Ausnahmezustand, sowie gleichzeitig deren — zumeist nachträglich gelieferte, das bedeutet also im Zusammenhang mit jener Gleichzeitigkeit, nachträglich kaum mehr von irgendjemandem rechtlich be- oder verurteilbare — Legitimation zu ziehen ist.

So liest sich das Diktum Schmidts ganz einfach wie folgt: Souverän ist, wer die Gewalt inne hat — und so sagt oder sagte das heute weitgehend von der realen, von den mit ihr identischen Kommunikationsherrschern per geraubter Kunst bemäntelten Gewalt suspendierte Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, "Alle Gewalt geht vom Volke aus".

Und es ist das Bezeichnendste an dieser Situation, dass die Juristen dabei schweigen.

Dass es eine Bande von Privat-Juristen ist, die in Gestalt eines intriganten Raubüberfalls auf die neue, von ihr zu der von ihr ausgehenden sowie getragenen, unglaubwürdigen Demagogie und deren Bemäntelung verdrehten Fahnenvorlage Neue Form derlei Zusammenfallen von politischer Kriminalität und Wirtschaftskriminalität — aufgepeppt mit Amtsanmaßung und stets weiter ausgebauter Massentäuschung — exekutiert.

Der ganze Schwindel funktioniert mit nur einem einzigen Wort, weltweit: es lautet "Gott". Damit, weil in jedem denkenden Menschen nicht nur eine Tendenz zu Verfeinerung und Ganzheit ist, sondern weil das Denken selbst ein "Stoß in Richtung Verfeinerung und Ganzheit" ist, lässt — bzw. ließ — sich durch das Postulat "Gott" und durch den Claim auf seine selbstverständlich von den Postulierern selbst eingenommenen Stellvertreterschaft ... Staat machen. Letztlich der unipolare und tyrannische Pseudostaat, als den sich der heutige Weltmarkt begreift, und der es wohl auch ist.

Frömmelnde Heuchelei ist es, was die Welt beherrscht. Damit erst zockt man den Zaster ab, der einem Macht über andere verleiht. Was ein gewisser Hugo Ball, ein tatsächlich tiefreligiöser, vielleicht sogar die "Religion" bereits wieder hinter sich lassen könnender (denn die Religion ist nicht das non plus ultra an sich, sondern ein Durchgangsstadium in der Reifung des Menschen), sich zum Christentum bekennender Mensch (und da wird man eventuell jetzt ein bisschen nachdenken müssen, bis man auf die demagogische Verdrehung stößt, die aus dem "Glauben von Christus" einen "Glauben an Christus" gemacht hat), 1919 in seiner Verzweiflung auf der Schutthalde des Ersten Weltkrieges hockend diagnostizierte, geriet in den darauf folgenden 90 Jahren zur Weltherrschaft einer einzigen Tyrannei — so wahr ist es:

"Nochmals betonen möchte ich, dass es die Verbindung von Religion und Staat, die göttliche Sanktionierung der Autokratie ["So wahr mir Gott helfe" — es dauert schließlich immer ein Weilchen, bis man merkt, dass es ein Irrtum war. PH], die Verwirklichung Gottes und der Idee, die Ideenverwaltung durch eine wilde Staatsautorität und das Streben nach dem militärischen "Reich Gottes auf Erden" war, was ich antichristlich, Blasphemie und Satansdienst nannte. Der Protestantismus ist eine Irrlehre, eine Irrlehre der Katholizismus, der sich auf der Erde etabliert. Gott und die Freiheit können nicht verwirklicht werden, sie sind Ideale, Staat ist ein Zustand und Zufall, von der göttlichen Idee zu durchdringen und in sie aufzulösen, nicht umgekehrt."