neue form | eine künstlerfahne

© p. hauf 2007-2012

"Wir finden das Wirkliche nicht in Raum und Zeit und nicht im Jetzt - sondern in der Entdeckung von dem, was als Nächstes kommt" (Harrison 2), also in der Vorstellungswelt.

 

"Manifestation ist keine Handlung, und sie ist kein Ding. Gott ist weder Verb noch Substantiv." (Ebd.) Und auch nicht rund (wie ein Fußball).

 

In dem Werk Neue Form (©2007 P. Hauf) ist die intrinsische, einst bei der Konstruktion der Fahne "SchwarzRotGold von 1848" unterschlagene Dimension der Freiheit der Farbe Rot wiederhergestellt.

 

holzweg und bockshorn: "SchwarzRotGold/1848"

Diese alte Fahne ist und war von Anfang an niemals das, als was sie die "pro-aktiv" darum gerankten Legenden ausgegeben haben (etwa, wie es noch 1948/49 — also genau hundert Jahre nach ihrer ersten Inauguration in der Frankfurter Paulskirche nach den blutigen Ereignissen des Vormärz, und nur ein paar Jahre nach der Erfahrung des während der Weimarer Republik aus diesem Tuch hervorgekrochenen 3. Reichs — im Parlamentarischen Rat aus dem Mund des SPD-Abgeordneten Carlo Schmid hieß, "die schönen Farben unserer deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung"); sondern, ganz im Gegenteil, ein nachhaltig geistesverkrüppelndes, hier nämlich der gegen die Regeln der Heraldik zwischen die beiden Pole Schwarz/Gelb des ehemaligen kaiserlichen Reichspaniers geschwindelten Farbe Rot ihre intrinsisch-lebendige und an sich stets offenbleibende, dann aber erst während der 1980-er Jahre vom Verfasser in einer Traumvision wiederentdeckte Botschaft raubendes, und damit bislang die letzte Entscheidung über den Gebrauch dieser Fahne als dem politischen Führungsinstrument der Republik auf ein "externes" (oder besser mit einem Wort von Giorgio Agamben 7/ S. 45 gesagt ek-statisches, "ausserhalb der Rechtsordnung [stehendes] und doch zu ihr gehörend[es]) "Ausnahmezustands"-Gremium mit alleiniger Entscheidungsmacht über den Staatskredit (und damit über Krieg und Frieden, sowie über die Verteilung der politischen und finanziellen Dividende aus diesem Spiel) verlegendes Symbol des Staatsverschuldungs-Banking und eben des damit verknüpften "Ausnahmezustands" als einem Regierungsparadigma aus der Epoche der damals mit einiger Verzögerung auch in Deutschland eintretenden Entstehung der kapitalistischen Nationalstaaten.

 

"SchwarzRotGold von 1848" visualisiert in symbolhafter Dichte nichts anderes als das (keineswegs alltagstaugliche, im Dauergebrauch garantiert — wie die Deutschen im Laufe der Geschichte nun hinlänglich bewiesen haben und leider gerade unter dem heimtückischen, undeklarierten bzw. "nur" von, durch und mit dieser aus diesem Grunde nicht wirklich gemeinfreien, sondern anspruchs-monopolisierten Fahne bereits nonverbal vordeklarierten Ausnahmezustandsregime Schäuble-Merkel neuerlich zum Wohle jenes ausgesprochen pathokratischen, gnadenlosen, totalitären und global-genozidalen Gremiums beweisen sollen — eine psychotische, ihre gesunden Talente in den Wahnsinn treibende und mordende Gesellschaft generierende) Dispositiv des iustitiums, von dem der italienische Forscher, Rechtsgelehrte und Autor der Ersten Philosophie Giorgio Agamben in seiner (2004 auf deutsch im Rahmen der homo-sacer-Trilogie erschienenen) Untersuchung Ausnahmezustand, S. 52, schreibt: "Im Römischen Recht gibt es eine Institution, die in gewisser Weise als der Archetyp des modernen Ausnahmezustands angesehen werden kann und die trotzdem — ja, vielleicht gerade deswegen — von den Rechtshistorikern und den Theoretikern des Öffentlichen Rechts nicht genügend beachtet wurde: das iustitium."

 

Es sind immer noch die auf der "clever" bzw. skrupellos durchgeführten Staatsverschuldungs-Schiene zu sagenhaftem Reichtum gekommenen, mittlerweile zu beinahe unbeschreiblicher Macht und Gewalt auf der ganzen Welt gelangten, in Wirklichkeit doch längst zu einer globalen, nachgerade Orwellschen "Partei" oder Kabale verschmolzenen Figuren jenes "Ausnahmezustands"- (und fiat-Geld-) Gremiums bzw. -Regimes, die sich nach der "Wiedervereinigung" (d. h. der offiziell als Beitritt der DDR zur BRD im Jahr 1991 deklarierten Fusion von zwei offiziell völlig unterschiedlichen und sogar durch eine Todesmauer getrennten, in Wirklichkeit jedoch — vgl. dazu die tunlichst unterdrückten, keineswegs jedoch widerlegten Forschungsergebnisse von Antony C. Sutton und anderen seit den 1970er Jahren zur gleichermaßen vorgenommenen Finanzierung sowohl der Bolschewistischen Revolution wie auch des Faschismus und des Nazi-Reichs durch "Wall Street", wo die Kabale spätestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Hauptquartier neben der Londoner City aufgeschlagen hat und dann über die FED zu regieren begonnen hat — die ganze Zeit über von demselben internationalen "Gremium" finanzierten und gelenkten Systeme) wieder der 1991 zunächst von dem in der Ostzone 1949 angesichts der Teilung auf die rote Imprese gedrückten Staatswappen der DDR befreiten und sodann, anlässlich bzw. im Schatten der im "wiedervereinigten Deutschland" ausgetragenen Fußball-WM 2006 auch von dem in der Westzone 1949 angesichts der Teilung auf die Imprese gedrückten Staatswappen der BRD (welches leider zunächst noch immer für die den Bestrebungen jener Kabale dezidiert im Wege stehende und von deren heutigen Spitzen-Handlangern Merkel und Schäuble daher um jeden Preis zu beseitigen versuchte Verfassung der BRD steht) zu "befreien" versuchten, also möglichst unmerklich auf den ausserhalb jener Elite (fast) niemandem bekannten "Gründungsgeist der Paulskirche" (wie es an versteckter Stelle in den Papieren des 24-Millionen-Mitglieder-Verbands DOSB heißt) zurückzuführen versuchten Fahne "SchwarzRotGold" in schon fast gewohnter, jedenfalls dort eingeschriebener und darob dozierter und propagierter sozialdemagogischer Weise bemächtigen und bedienen.

 

"SchwarzRotGold" — bereits diese auf denselben demagogischen Propaganda-hoax hinauslaufende Pseudo-"Formel" ist falsch, da es sich um ein hermetisch-kompress in Schwarz/Gelb ge- bzw. ver-stecktes Rot und damit um eine Zwickmühle mit dem Rot als Beute der Gewinner dieses nicht ganz fairen Spiels, sowie dem Gold als Möhre für die darin wesentlich benötigten Verlierer handelt — gibt vor allen Dingen den Blick auf eines frei: auf ein "altdeutsches", dem Geist der "furchtbaren Theokratie, unter der die Deutschen seit tausend Jahren zu leiden haben" (Hugo Ball 1) entsprechendes, soweit ich sehe aus dem Haus des Vermögensverwalter des Vatikan lanciertes "Reichs-Ersatz-Logo", das "1848" als "Signet der deutschen Wiedergeburt" (das heisst einer "Wiedergeburt" des 1806 erloschenen, mit denselben heraldischen Farben hantierenden Alten — habsburgischen und damit in erster Linie strikt römisch-katholischen, freilich zu diesem Zeitpunkt bereits seit 300 Jahren von den reformatorischen und damals auf dem Kontinent in erster Linie von den hohenzollerschen Preussen vertretenen Kräften zu erobern erhofften — Deutschen Reichs) gegen die Regeln der Heraldik zusammengeschusterte (nämlich die "Ausnahme-Farbe" Rot in die "Regel-Farbe" Schwarz/Gelb und damit eine gegenseitige Indeterminierung — welche dann wieder zwingend nach einer vorverfassungsmäßigen, "souveränen" Entscheidung durch eine absolutistische oder ek-statische (s.o.) Herrscherfigur aus dem an sich in der freien Welt überkommen gewähnten, so wie es aussieht aber gerade in der DDR kategorisch als die scheusslichste Unterdrückungsrechtfertigung konservierten Baukasten der Politischen Theologie eines Carl Schmitt verlangt — setzende), deutsche mentale Gefängnis einer falschen "Anfangs"-Vorstellung; mit anderen Worten: auf einen falschen, so archaischen wie beliebigen, monopolar den Nabel der Welt wie einen Nagel hier einschlagenden "Kreuz-Gral"; wobei das "Kreuz" in dieser politisch-juridisch herausragend leitmotivischen, dummerweise in die Irre führenden Fahne nicht unmittelbar sichtbar, aber insofern durchaus als "verborgener Kreuzpunkt" — vgl. Agamben 2, S. 16 — vorhanden ist, als hier eben die heraldischen Symbolfarben der metaphysischen Tradition des Abendlands für das juridisch-institutionelle Modell der Macht, Schwarz/Gelb, und des biopolitischen Modells der Macht, Rot, "gekreuzt" bzw. kurzgeschlossen wurden), anstelle des echten, mysteriöserweise erst vom Verfasser 1990 nach der dieses bedingenden Schöpfung des Werkes free sun  in der Art eines buddhistischen "Juwels" gefundenen bzw. neugeschaffenen (vorher nämlich nie als faktisches Bild, sondern nur als hier nicht ausformulierbare Andeutung oder Ahnung im Sprachraum existierenden), namentlich dialektischen, nämlich den "anfangslosen Anfang" zeigenden Grals-Bildes ...

Die merkwürdige, im Prinzip hart schwarz/weisse "Farben-(Aufnahme)-Form" der Trikolore — die vielleicht nur hier in Deutschland einmal in ihrer ganzen Tiefe bzw. Verdeckungskraft reflektiert werden konnte (allerdings ganz gewiss nicht ohne die bahnbrechenden Untersuchungen, die ein italienischer Rechtsgelehrter und Autor der Ersten Philosophie namens Giorgio Agamben während der letzten 15 Jahre mit aller Entschiedenheit durchgeführt hat), weil es sich bei jenem SchwarzRotGold von 1848 eben, wie bereits gezeigt, um eine aus lediglich zwei zum Teil heterochromen Elementen bestehende Pseudotrikolore handelt — visualisiert bzw. repräsentiert an sich letztlich (und in letzter Konsequenz) das alles-verheerende, in Wirklichkeit jeden höheren Gedanken lähmende und alle Politik, die den Namen noch verdiente, sabotierende Patt zweier "christlich"-theologischer Paradigmen:

Agamben schreibt rekapitulierend gleich zu Beginn von Herrschaft und Herrlichkeit, dem (erst nach der Veröffentlichung des Werkes Neue Form 2007 auf italienisch und 2010 auf deutsch erschienenen) Folgeband der Untersuchungsreihe zur Macht im Abendland, die er mehr als 10 Jahre früher mit Homo sacer begonnen hatte und von deren schon bis dahin bestehender Lektüre wie gesagt das Werk Neue Form entscheidend inspiriert worden war: "Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist der Versuch, die Genealogie eines Paradigmas zu rekonstruieren, das, obgleich es als solches ausserhalb des im strengen Sinne theologischen Bereichs selten thematisiert wurde, einen bestimmenden Einfluß auf die Entwicklung und die elementare Struktur der westlichen Gesellschaft ausgeübt hat. Eine der Thesen, die sie zu beweisen versucht, lautet, daß sich von der christlichen Theologie zwei im weiteren Sinne politische Paradigmen ableiten, die sich antinomisch gegenüberstehen, jedoch funktional aufeinander bezogen sind: die politische Theologie, die die Transzendenz der souveränen Macht in dem einen Gott begründet, und die ökonomische Theologie, die diese Idee durch eine oikonomia ersetzt, die als immanente — nicht im engeren Sinne politische, sondern häusliche — Ordnung sowohl des göttlichen als auch des menschlichen Lebens verstanden wird. Aus ersterem gehen die politische Philosophie und die moderne Theorie der Souveränität hervor; auf das zweite läßt sich nicht nur die moderne Biopolitik zurückführen, sondern auch der Sieg, den gegenwärtig die Ökonomie und die Regierung über jeden anderen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens davonzutragen scheinen." (Ebd., S. 14)

 

Das Werk Neue Form — ein Werk der bildenden Kunst, also einem der "anderen Aspekte des gesellschaftlichen Lebens", welche gegenwärtig von "Ökonomie und Regierung" totalitär zermalmt werden (das Deutschland Merkels und Schäubles bildet da ebensowenig eine Ausnahme wie zum Beispiel China, die USA oder irgend ein anderes Land) — hindert diese beiden mafiös verschwippten, mit einer ungeheuren Gewalt gegen seinen Urheber vorgehenden Mächte seit vier Jahren aus einem ganz bestimmten Grund daran, es (unter krimineller Ausschaltung und Beseitigung dieses Urhebers) als ihren Sieg "davonzutragen": es hat sie bzw. ihre Schwindler-Herrlichkeit nämlich im Moment seiner Entstehung besiegt (und von daher erklärt sich auch die Gewalt, die es zusammen mit seinem Schöpfer erfährt).

 

 

Im Jahr 1806 war das unter den damals noch separaten Signaturen SchwarzGelb ("Kaiserliches Reichspanier") und Rot ("Blutbanner") segelnde Alte Deutsche Reich, das Heilige römische Reich deutscher Nation — eine Formulierung, die offensichtlich bereits jene zwei von Agamben benannten, "von der christlichen Theologie abgeleiteten, sich antinomisch gegenüberstehenden, jedoch funktional aufeinander bezogenen, im weiteren Sinne politischen Paradigmen" verbalisiert hatte, unter dem "revolutionär-reaktionären" (— allerorten bloß jeweils den einen "im weiteren Sinne politischen" Akzent der christlichen Theologie gegen den anderen verschiebenden? —) Druck Napoleons erloschen. "1848" gab sich (gegen den blutig niedergeschlagenen Widerstand des Vormärz, wie er sich insbesondere um das Hambacher Fest 1832 herauskristallisiert hatte) mit SchwarzRotGold ("die Wiedergeburt Deutschlands") auch in Deutschland die Reaktion die moderne Totale.

Und auch das aus der Zwischenrepublik von Weimar (1919-1933) — die es nach dem Niedergang des protestantischen und daher unter den anderen Farben SchwarzWeißRot "firmierenden" Wilhelminischen Kaiserreichs (welches sich 1849, also nur ein Jahr nach dem Zusammentreten der "ersten deutschen Nationalversammlung" in der Paulskirche zu Frankfurt, flugs mit militärischer Gewalt an die Stelle dieses "Parlaments" gesetzt und seine totalitäre Idee unter seine Fittiche genommen hatte) 1918 noch einmal unter denselben "katholischen" Farben versuchte — hervorgegangene, es mit ihrer Hakenkreuz-Fahne des "Großen alchimistischen Werkes" (der Schaffung des "Übermenschen") versuchende Dritte Reich wird sich an dem bewusst unternommenen Versuch, den sagenhaften "alten" und "unverfälschten", vermeintlich zuletzt von den Katharern (einer manichäischen Sekte, in deren Traditionslinie Hitler stand — vgl. Angebert 1) besessenen bzw. gekannten Gral (der nach der Sage das Geheimnis des Anfangs birgt und somit jene "souveräne Entscheidung", deren die Macht zur Beherrschung ihres Reichs bedarf, ermöglichen bzw. gewährleisten würde) wiederzuentdecken, die Zähne ausbeissen ... und in seinem "Führer" konsequent scheitern.

 

Nach der "Wiedervereinigung" (d. h. dem "Beitritt der DDR zur BRD" — bei dem das kleine, für westliche Ohren noch heute absurd klingende, leider doch zutreffende Detail sträflich vernachlässigt wurde, dass sich die DDR als legitime Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reichs wähnte) im Jahr 1990 wird ein harter Kern von Politikerinnen wie Angela Merkel, von der Leyen, und Politikern wie Helmut Kohl, dem erst spät aufkommenden Thomas de Maizère und vor allen Dingen Wolfgang Schäuble (freilich wieder einmal von Wall Street finanziert) mit aller Zähe versuchen, die Fahne "SchwarzRotGold von 1848" klandestin (und ganz im Sinne des globalen Monopol- Absatzmarktes der Finanziers) für sich zu monopolisieren und mit dem alten Projekt — der "Wiedergeburt Deutschlands" in diesem Sinne, also einer sowohl vom Projekt des "europäischen Einigungsprozesses" getäuschten Bevölkerung als auch im Hinblick auf das geltende deutsche Grundgesetz vollkommen verfassungswidrigen Wiedererrichtung eines europa-beherrschenden Deutschen Reichs mit einem Führer bzw. einer Führerin an der Spitze — aufzuladen: Bei diesen Leuten handelt es sich, so wie das alles aussieht, um dieselben Personen, die dann um jeden Preis das unverhandelbare Werk Neue Form haben müssen — würde dieses doch ihr unabdingbares Monopol (sowie die ebenfalls unabdingbare propagandistische Inszenierung desselben — für die Wolfgang Schäuble/CDU aus der vermeintlichen, jedenfalls sicherlich mit der damaligen Kanzlerin Angela Merkel/CDU abgesprochenen Allmacht des Postens eines Bundes- Innenministers, den er im Kabinett Merkel I innehatte, heraus dem DFB-Chef Theo Zwanziger/CDU eine "Vollmacht zur Verwirklichung seiner Gesellschaftspolitik" zusteckt) in Frage stellen und den Großen Plan der Errichtung einer europäischen Hegemonialmacht nach alter Fasson (also einer "souveränen Diktatur" nach dem Muster der Politischen Theologie des frühen Carl Schmitt) gefährden: Und, nach allem — wenn schon unumgänglich —, wäre es nicht viel toller , den Plan gleich mit dieser neuen Fahne zu verwirklichen?

Man muss dazu nur deren Urheber beseitigen ... angeboten wurde sie schließlich ja bereits von der ostdeutschen Fahnenfabrik, die für diesen Anfang 2007 die Originalauflage von 50 Stück gedruckt hatte und daher im Besitz der Original-Werkdatei ist (ohne die sich diese Fahne nicht technisch reproduzieren lässt).

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Die alte deutsche Fahne "SchwarzRotGold von 1848" ist — wie einer Elite von (sich tatsächlich selbst so bezeichnenden) Kommunikationsherrschern durchaus bewusst ist — von Anfang an ein geschichtspolitischer Schwindel; steht sie doch von ihrer ganzen Machart her mitnichten — wie es die gehegte und gepflegte, mit allerlei aktiver Fälscherarbeit zur "Wahrheit" erhobene Legende will — für "die moderne (dialektische) Demokratie", sondern zeigt an sich typologisch das Paradigma des Endes aller Demokratie, nämlich das archaische Dispositiv des Ausnahmezustands (des "'Ausnahmezustands', der die Regel ist", wie Walter Benjamin sagte): Ein Justitium.

Das imperium in diesem somit stillschweigend über Deutschland verhängten — und von den deutschen Staatsbürgern in der Regel als ihre masochistische Fessel geliebten — Ausnahmezustand wird seit 1990 quasi regulär (und seit 2005, mit der konservativen Regierung Merkel 1 und 2, in stetig verschärfter Gangart), zielgerichtet und bewusst — aber selbstverständlich klandestin — im Rahmen eines längerfristigen Projekts namens Neokonservativismus (d. i., wie z. B. Engdahl 1 ausführlich berichtet, eine seit etwa 1950 in den USA künstlich herangezüchtete, auf der konsequenten Anwendung von sogenannten Sozialtechniken beruhende und auf den Zweck der Erlangung der alleinigen Weltherrschaft durch den militärisch-industriellen/finanztechnischen Komplex um jeden Preis ausgerichtete, pseudochristliche, "wiedergeborene", "evangelikale", "christlich-zionistische" Sektenbewegung, welche heute zu einem riesigen, allesverschlingenden Monster im global bis in den Weltraum hinaus ausgebreiteten Netz seiner Full Spectrum Dominance herangereift ist) übernommen.

Unter der Kanzlerschaft der protestantischen, ehemaligen DDR- Agitations- und Propaganda- Funktionärin Angela Merkel (CDU) scheint die Verschiebung des einstmals römisch-katholischen, also alt-europäischen (D. Rumsfeld) Imperiums, welches in jener 1848er- Fahne fixiert war und bislang auch durch sie dogmatisch (mit entscheidender Auswirkung auf die deutschen Juristen) doziert wurde, auf die genannte "evangelikale", "wiedergeborene" usw., neokonservative/neoliberale, militärisch-industrielle/finanztechnische Schiene ein Kinderspiel zu sein; und das, wenn nicht alles täuscht, auch ist ihr geheimer Auftrag (ohne den sie nicht im Amt wäre).

Merkel inszeniert und gewährleistet — in ganz genau derselben, an die Zustände in der DDR gemahnenden Art und Weise, wie es dann ihre Kommunikationsherrscher-Kamarilla mit dem Werk Neue Form unternimmt — die Okkupation, Überwälzung und schließliche Gleichschaltung des "wiedervereinigten" Deutschlands durch bzw. für das neokonservative (US-)imperium und dessen vordergründige Spektakelgesellschafts-Farce.

 

______Weiterlesen: [2]

 

die sackgasse "SchwarzRotGold von 1848"

• Das Glaubenszeichen des kapitalistischen Wahnsinns

• Die fatale Wegmarke einer bereits gründlich gescheiterten Philosophie

• Das Organon eines religiösen Absolutismus; totalitäres Paradigma eines autoritären Staates

• Idealistisches Eigentor: Schlüssel zur Nicht-Wahrnehmung der Wirklichkeit

Diese alte Fahne versucht(e) — positiv formuliert, denn wenn man es in seiner ganzen, bis auf den heutigen Tag wirksamen Negativität sieht, so war die Gestaltung genau wie auch die Einsetzung dieser Fahne ein ungeheuerlicher Betrug seitens einiger Apokalyptiker der Gegenrevolution (in Reaktion auf die französische Revolution von 1789) — als Spätgeburt der idealistischen Ästhetik krampfhaft und "genialisch" (d. h. hier gegen die Regeln der Heraldik), den — in Wirklichkeit schon damals ein- für allemal entschwundenen — Horizont einer teleologischen Seinsordnung durch dessen "bild"-haftes (d. h. hier gewaltsames, archaisch-paradigmatisches), jedenfalls nonverbales Zementieren als "deutsche Identität" wiederzugewinnen, zu postulieren, zu propagieren und schließlich zu dozieren; das zieht — wie es seither, seit der (gescheiterten) "bürgerlichen Revolution" von 1848, namentlich bei der professionell-elitären, anmaßend-autoritären und eifersüchtig-exklusiven Führungsschicht der "deutschen Konservativen in der Tradition des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation" als zynisches Herrschaftswissen gilt, und zwar gerade wegen der im Grunde damals schon siegreichen, diesen von den Deutschen als ausgesprochen religiösem Volk aber eben wie von den schlimmsten, unverbesserlichsten Süchtigen begehrten, allerdings schon vor Jahrhunderten aus der Wirklichkeit verschwundenen metaphysischen Horizont jetzt ohne langes Fackeln aufhebenden (d. h. im Doppelsinn dieses Wortes: zum einen aussetzenden und suspendierenden, also als obsolet aufgebenden, zum anderen wie auch immer, als leere Hülse oder Versprechung, als stets aus dem Hut zu zaubernde romantische und bei Bedarf blutige Fiktion, in einem Wort als Maske der Mächtigen aufbewahrenden) Philosophie des Neukantianismus mit ihrem systematischen bzw. skrupellosen Vorrang der wissenschaftlichen Erkenntnis (Vgl. Gadamer 1, S. 103) — noch heute vorzüglich bei der deutschen Schafsherde (und ist namentlich durch den Wegfall der Systemkonkurrenz zwischen Deutschland/Ost und Deutschland/West durch die "Wiedervereinigung" wieder an die erste Stelle der machiavellistischen Agitation jener "All"-Mächtigen gerückt) ... vorausgesetzt eben, Bildung und Erziehung, Propaganda und Mission, Rechtsgestaltung (bzw. Rechtsvergewaltigung), Rechtsprechung und Regierung schaffen es (gemeinsam vermittelt über einen weitgehend gleichgeschalteten Medienapparat), die Bevölkerung immer weiter als solche Schafsherde in der Spur des eigentümlichen Vorurteils (Vgl.: Ebd.) dieser herrschenden philosophischen Bewegung zu halten.

Das Mittel dazu ist also — soweit die Macht dieser Mächtigen reicht (und sie reicht bis ins Kanzleramt) — noch in einem ganz anderen Sinn als dem eines "staatlichen Hoheitszeichens" (das diese Fahne genau betrachtet bzw. aus einem ganz bestimmten Grund gar nicht sein kann und — weshalb es dann z. B. mit dem Bundesadler-Wappen bestückt werden muss, um ein solches darzustellen — in Wirklichkeit auch nicht als solches gilt) sakrosankt: es handelt sich bei dieser Fahne "SchwarzRotGold von 1848" in Wahrheit um ein privatimes Hoheitszeichen (der Mächtigen). Und so ist der Teufel los, wenn es, wie durch das profunde, viel profundere, den Weg der Demokratie nach Deutschland in Wirklichkeit erst(mals) öffnende Werk Neue Form überholt wird (was zugleich wieder das oben gesagte beweist).

Und weil gerade der für die Kennzeichnung Deutschlands als einem föderalistisch verfassten Staat maßgebliche Bundesadler von den Ostdeutschen gehasst wird (immerhin wurde ihnen 40 Jahre lang mit zunächst stalinistischen, später dann noch etwas subtileren Gehirnwäschemethoden exakt dieses Wappen als dasjenige des naheliegensten und tödlichsten Feindes eingebläut), kann es mit der hohlphrasigen "Einheit" der Konservativen nichts werden ... jedenfalls so lange dieses Wappen auf "SchwarzRotGold" ruht: Seine Entfernung begann - zusammen mit einem schleichenden Staatsstreich der bereits genannten Mächtigen hin zu einem totalitären Ausnahmezustands-Regime - im Jahr 2006 mit dem "Fahnenmeer" während des "Jahrhundertsommers", "Sommermärchens" etc, der in Deutschland abgehaltenen Fußball-WM, ohne dass es offiziell jemand bemerkt hätte. Sogar der damalige Bundespräsident (Horst Köhler) täuschte "proaktiv" über einige damit verbundene Implikationen hinweg. Jedenfalls verträgt der monopolistische und demagogische "Einheits"-Totalitarismus, der da angestrebt bzw. verwirklicht wird, kein Zweites, aber "recht" betrachtet kommt doch jene Neue Form diesen Avancen bloß recht, nicht wahr?

Die neue Fahnenvorlage m u s s daher um jeden Preis — das bedeutet hier: notfalls zum Preis der regierungskriminellen Deckung eines kriminogenen Aktes — enteignet, und ihr Geltungsbereich (zusammen mit ihrem Urheber) vernichtet werden: Wie das geht, macht dann die mafiose Fahnenbetrügerbande des innenministeriell gedeckten CDU-Funktionärs und DFB-Chefs Theo Zwanziger vor.

Die alte Fahne "SchwarzRotGold von 1848" wurde zu Anfang des "Zeitalter(s) der beginnenden Vollendung des Nihilismus" (Heidegger 5, S. 244 — was es mit dem Nihilismus auf sich hat, erfährt man dort aus berufenem und bekehrten Munde) aus den zwei ehedem noch — analog zu den beiden Elementen der Metaphysik (dem Seienden als solchen im Ganzen und der Wahrheit des Seienden als solchen, welche irrtümlich auch für die Wahrheit des Seins gelten soll, eben "so zwar", wie unser Gewährsmann Heidegger an dieser Stelle so schön sagt, "dass die Wahrheit des Seienden als solchen für das Sein gilt, weil die Wahrheit des Seins ausbleibt") als "Geschichtsgrund der abendländisch und europäisch bestimmten Weltgeschichte" (Ebd.) — separaten heraldischen Kennungen der Elemente des (bis 1806 "alt"-reichsdeutschen, d. h. mit dem abendländisch-imperialen Anspruch versehenen und für den Okzident typischen) Rechtssystems "genial(isch)" zusammengestückt.

Das bis zur Schöpfung des Werkes Neue Form (2007) im allgemeinen unerkannt gebliebene, gleichwohl bereits "proaktiv" von einer ausgesprochen hochkarätigen, leider ebenso kriminogenen wie zynischen Kommunikations-, PR(public relations)- und Propaganda- Kamarilla der neoliberalen Globalisierung (Abteilung bzw. Provinz Deutschland/Europa) über die König-Fußball- Spektakelinszenierungen gezielt zur ultimativen Aufstachelung, Hooliganisierung und Talibanisierung ihrer so gesehen absolut unfreiwilligen, wissentlich in dieser großen Arena des politisch instrumentalisierten "Sports" gehirngewaschenen, mit der einen oder anderen lächerlichen Ersatz-Identität ausgestatteten, sowie in ihrem an sich erklärten Willen als BRD-Staatsbürger unter einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung klandestin entmündigten und düpierten Hilfstruppen als das politische Mittel zur Gleichschaltung (Kampfschrei/Parole: "Einheit") schlechthin flächendeckend zu Beginn dieses neuen Jahrtausends (welches jene globale Sekte kurzerhand zu dem ihren erklärt hat) neuerlich in seiner alten Reinform (d. h. ohne die einst in der DDR bzw. heute noch in der BRD zur Komplettierung als staatliches Hoheitszeichen darauf gestempelten Embleme bzw. Wappen) in Stellung gebrachte, seinerzeitige, dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekanntlich auch die zur Sprungschanze des Nazi-Regimes mutierte Weimarer Republik sowie in der zweiten Hälfte (jeweils mit den besagten Stücken in der Imprese) die beiden großen, nicht-enteigneten Besatzungszonen Ost und West zierende Resultat war (bzw. ist offiziell in jener "gemeinfreien" Version ohne Besatzstücke noch immer) fortan das Maschinenzeichen des deutschen, d. h. wohl oder übel des paradigmatischen Nihilismus.

"Aus dem Geschick des Seins gedacht, bedeutet das nihil des Nihilismus, dass es mit dem Sein nichts ist. Das Sein kommt nicht an das Licht seines eigenen Wesens. Im Erscheinen des Seienden als solchen bleibt das Sein selbst aus. Die Wahrheit des Seins entfällt. Sie bleibt vergessen." (Ebd.)

Ein Holzweg hört, wie Heidegger schon im Vorwort des zitierten Werkes ausführte, "jäh auf".

In seiner Untersuchung Ausnahmezustand zieht auch der italienische Rechtsgelehrte und Autor der Ersten Philosophie Giorgio Agamben (Ders., 7) eine ungeheure Parallele zwischen der (schon von Heidegger mit einem triftigen Abgesang bedachten) abendländischen Tradition der Metaphysik — die bestimmt sei von einer "Gigantomachie rund um eine Leere" (Ebd., S. 72) — und dem "ebenso (wie dieser "Kampf der Giganten rund um das Sein") entscheidend(en) Kampf [der] westliche(n) Politik um die Anomie"; eine Parallele mithin, deren beide Stränge wie gewollt, aber hermetisch verborgen, in jener einst gegen die Regeln der Heraldik aus den traditionellen Farben des Rechtssystems des Okzidents (bzw. des hier in der römischen Tradition federführenden Alten Deutschen Reichs) zusammengestückten Fahne "SchwarzRotGold" zu einer paradigmatischen Darstellung des dunklen, im alten römischen Recht begraben liegenden Dispositivs (Vgl. ebd., S. 52ff) eines iustitio indicto oder edicto zur Regel erhobenen Ausnahmezustands verquickt, zur "prototypischen" Darstellung eines "Zustands" also, der geradezu durch die "Leere", durch den "Stillstand des Rechts" gekennzeichnet ist.

Bedenkt man, dass eine "Ländernationalfahne" (Dr. Schierholz, VG Bild-Kunst) allein durch ihre gesellschaftliche Position schon eine Seinslehre — die oberste Seinslehre in dem von ihr bezeichneten Hoheitsgebiet — repräsentiert, so scheint diese alte deutsche Fahne auch heute noch einmal (wie es schon in der Phase der Weimarer Republik der Fall gewesen war) einer totalitären nationalen Regierungspolitik "Recht" bzw. carte blanche zu geben und ein willkürliches, vorverfassungsmäßig-souveränes (d. h. absolutistisches) Schalten über die "äusserte() und gespenstische() Form des Rechts (...), wo es sich spaltet in reine Geltung ohne Anwendung (Gesetzesform) und reine Anwendung ohne Geltung: [Gesetzlose]Kraft" (Ebd.), einzuräumen, wenn es diese (wie es zweifellos bei der ehemaligen DDR- Agitations- und Propaganda- Funktionärin Angela Merkel, einer regelrechten Fachkraft also, der Fall ist) nur versteht, sie sich (auch ohne irgendwelche staatlichen Embleme oder "Bundes"-Wappen, also in ihrer "gemeinfreien" Variante, wie es durch jenen "Wiedervereinigung" genannten Beitritt der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 faktisch möglich geworden ist, da in diesem Zug schon einmal das DDR-Staatswappen obsolet geworden und weggefallen war) per Akklamation in den altbekannten, juvenalischen "Brot- und Spiele"- Inszenierungen als ihr (dort nämlich, wie man es anlässlich des "Fahnenmeeres" im "Jahrhundertsommer" der in Deutschland abgehaltenen Fußball-WM 2006 so plakativ erlebte, auch ohne das BRD-Wappen gebräuchliche) populistisches Monopol-Mittel, als das ihrer alleinigen Deutungs- bzw. Missdeutungshoheit, d. h. als das ihrer Ausnahmezustands- Bestimmungsgewalt (d. i. dann die — übrigens traditionell heraldisch seit mehr als zweitausend Jahren mit der Farbe Rot verbundene und mit dem Führerprinzip auctoritas principis verknüpfte — Ausnahmegewalt) allein überlassene und folglich leicht per simultan usurpierter "Kommunikationsherrschaft" in eine propagandistische Flüstertüte der Sonderklasse verwandelbare Sprachrohr des ek-statisch- souveränen (d. h. absolutistischen) "Durchregierens" (Merkel) "bestätigen" zu lassen.

Denn in der metaphysischen Tradition des Abendlands ist jenes von den "Giganten" umkämpfte Sein — das die Politik zu ihrer "Sache" gemacht hat und mit ihrer "ontho-theologischen Strategie (...) im Netz des Logos einzufrieden" (Ebd.) versucht (und was mit den Mitteln der Heraldik nicht schlagender darzustellen wäre, als es in jener Fahne des "Gründungsgeistes der Paulskirche", wie es in den 2008-er Statuten der mit 26 Millionen Mitgliedern größten Personenvereinigung Deutschlands, des DOSB, so schön heisst, geschehen ist) — vereinfacht gesagt stets auf ein "Urprinzip oder ein einzig Seiendes" (mit einem ominösen, all dies zwangsläufig in einen Nihilismus überführenden, bei aller fiktiven "Einheit" nicht wasserdicht integrierbaren, in Wirklichkeit ja hinausdividierten Rest an unverstandener Leere) und damit gerade aus dem Bereich hinaus verschoben worden, auf den der Mensch eigentlich angewiesen ist, nämlich dem Bereich des "Bodens", auf dem er steht, der nicht die dogmatisch verkündete, starre Wahrheit eines (ihm dann stets von einer autoritären Obrigkeit zum Tribut des bedingungslosen Gehorsams kredenzten bzw. vorgeschriebenen) "Einheits-Sinns" des Seins, sondern vielmehr die dynamische, kreative (mit einem Wort Heidggers: wesende), nicht — jedenfalls nicht im Befehlston — festzulegende Wahrheit des Seins ist.

Im pseudo-trikoloristischen (eben nur aus zwei zum Teil heterochromen Elementen bestehenden) Zwickmühlenaggregat der deutschen Fahne "SchwarzRotGold von 1848" wird — bildlich gesprochen — dem (als deutschem Staatsbürger auf dieses Aggregat zwangsbezogenen) Menschen der Teppich unter den Füßen weggezogen und er einem "'Ausnahmezustand', der die Regel ist" (Walter Benjamin), unterstellt, welcher mit den Worten von Giorgio Agamben "eine Schwelle (markiert), auf der Logik und Praxis ihre Bestimmtheit verlieren und wo eine reine Gewalt [violenza] ohne lógos eine Aussage ohne jeden realen Bezug zu treffen beansprucht" (Ebd., S. 51).

Mit anderen Worten einem "Zustand", wie er idealer für das — am (unter diesen Umständen, wie schon gesagt, ausgesetzten) Grundgesetz gemessen regierungskriminelle — "Durchregieren" (a. k. a. das Unterdrückungsregime) gewisser Parteien und ihres Personals nicht vorstellbar ist, die sich deshalb — mit steter reichlicher Unterstützung ihrer Klientele — um jeden Preis in die oben beschriebene Monopolposition zu bringen versuchen bzw. bereits gebracht haben.

Dass dann eine profunde, eigenständige, einmalige und originäre Neufassung dieser Farben, eine Darstellung, die ohne Rekurs auf Vorgeordnetes den Blick auf den wirklichen Ausnahmezustand (W. Benjamin) freigibt, auf das Empfindlichste und Entschiedenste stört und — ebenfalls um jeden Preis — "integriert" werden muss, versteht sich quasi von selbst.

 

die falsche bundeskanzlerin

Dass diese Enteignung klandestin und verbrecherisch — durch ein sogenanntes wissentliches Plagiatsvergehen, konzipiert und exekutiert von einer organisierten Kriminellenbande unter der Leitung des ehemaligen Verwaltungsrichters Dr. Theo Zwanziger/CDU (und übrigens auch, gegen EU-Recht, ersatzlos) anhand der ebenfalls bandenkriminell unterschlagenen Original-Werkdatei — vorgenommen werden muss, ist bezeichnend für die Übernahme (aus der klandestin Stasi-geführten und dabei der West-CDU nahestehenden Ost-Partei Demokratischer Aufbruch DA), den Aufbau und den Einsatz der einstigen, mit den Schlichen der "marxistisch-leninistischen", sowjetischen Gehirnwäsche-Techniken und -Strategien vertrauten FDJ- (DDR-Jugendorganisations-) Agitations- und Propaganda- Funktionärin Dr. Angela Merkel als CDU- ("Einheitspartei"-) Parteivorsitzende und schließlich als deutsche Bundeskanzlerin.

Mit dem ebenso hohlen wie unverfrorenen, stereotyp anstelle irgendwelcher nicht-fiktiver Inhalte dauerwiederholten, "nationale Einheit"- Gegacker dieser sauberen Dame schiebt sich erbarmungslos der Wille in die europäische Wirklichkeit zurück, die alten deutschen und internationalen Fehler von 1848, 1914, 1933 und 1990 (um mit diesen Jahreszahlen bloß einen groben Hinweis zu geben) rücksichtslos zu wiederholen:

Die Weichen werden von der die Welt heute fast überall beherrschenden Elite über ihre Marionetten wissentlich — über den erklärten oder (z. B. sogar mit der tyrannischen Entscheidung zur gewaltsamen Enteignung und zum heimtückisch verfälschten Einsatz eines bereits entschiedenen Kunst-Werkes auf der besonderen, höchsten medialen Ebene der Fahnen) getäuschten Willen der Bevölkerung hinweg — falsch gestellt, hin in das schrecklichste aller denkbaren Zukunfts-Szenarien, das eben dadurch erreicht werden wird, heute und während der kommenden zehn Jahre angesichts der globalen Krise so zu tun, als hätte sich im Hinblick auf jene Weltenregierung nichts verändert.


1000 Jahre Theokratie als deutsche Staatsidee

1000 Jahre geistiger Betrug

Deutschland hat, sozusagen von jeher, ein spezifisches und grundlegendes Problem — Deutschland ist dieses Problem: Es ist das Land, das seinen Gründungsmythos, seine gelegentliche imperiale Größe auch, immer von Rom bezog ... wobei der Anspruch Roms, des Vatikan und seines Katholizismus, des Papsttums und des von ihm symbolisch repräsentierten, militärischen Bevormundungssystems ein autoritär- politischer (gerne von anderen Konfessionen nachgemachter), und keineswegs ein geistig- einsichtiger ist.

Dort geht es darum, dem um jeden Preis durchzusetzenden, dem immer von der einmal getroffenen Ansage "katholisch" (d. h. "allgemein") und von der angeblich exklusiven (mit einem einfachen Kreuzchen symbolisierten, freilich nur inklusive Unfehlbarkeitsanspruch postulierbaren) Mittlerposition zur göttlichen Souveränität gekennzeichneten Anspruch gerecht zu werden ... um das weltweit Schule machende "Streben nach dem 'militärischen Reich Gottes auf Erden'" (Hugo Ball, s. u.). 

Das Geistige wird von der Maschine der katholischen Seelenbeamten — darin eben gerade möglichst, in einer Art tödlichem Wettlauf, von ihrer von Luther in den 1520er Jahren aufgebrachten protestantisch- sportsfeindlichen Kollegenschaft noch übertroffen — mitsamt der Spiritualität des Individuums (so dies nicht am Ende gar dasselbe sein sollte) zu politischen, imperialen Zwecken "zurecht" gestutzt, dogmatisch stranguliert, politisch drangsaliert und instrumentalisiert, militärisch kaserniert und doktrinär kanalisiert.

Wer herrschen will in diesem Land, wird schlecht an diesen "christlichen" Monopolen der einen oder anderen Couleur, insbesondere dem (west-) römischen Katholizismus, vorbeikommen. Sie liefern traditionell die Definitionen, wie und was die Welt sowie ihr Recht ist bzw. zu sein hat, und damit das Rohmaterial für die jeweilige souveräne Entscheidung ... des ihnen verpflichteten Souveräns. — Aber was, wenn dieser Souverän das abtrünnige, undankbare und nicht in die Feinheiten und Fundamentalismen des geltenden Rechts eingeweihte Volk sein soll, und der islamistische Fundamentalismus angreift?

Dann wird dieser Clou wieder einmal Hochkonjunktur unter den ohnehin anderweitig unbeleckten, auch heute noch schön effizient von der Heiligen Inquisition (deren Chef während der letzten 30 Jahre der heutige Papst aus Deutschland war) von jedem lebendigen Geist ferngehaltenen Staatsdienern bekommen.

So besteht eigentlich von jeher ein scharfer, ziemlich einseitiger Gegensatz zwischen der autoritären deutschen Staatsidee und der freiheitsliebenden deutschen Intelligenz, dem "deutschen Gedanken" (der möglicherweise — jedoch nach wie vor ausgeschlossen von seiner sozialen Integration — auch heute eine bessere Antwort auf diese Frage hätte, als sie der katholische, "christliche", d. h. depraviert-christliche, Fundamentalismus zu geben vermag).

In seinen höchsten Formen, etwa bei Meister Eckhart, bat dieser Gedanke schon einmal darum, "frei zu werden von Gott". Doch derlei Erkenntnis ist selten, und ein halbes Jahrtausend der Inquisition kümmerte sich (und kümmert sich noch heute) darum, sie auszumerzen, was unweigerlich zu einer hoch spekulativen, absolut nicht von praktischer spiritueller Erfahrung geprägten und von daher vollkommen desorientierten, stets über das Knie gebrochenen, autokratisch- diktatorisch implementierten Tyrannei führt(e), die wiederum schon immer die sattsam bekannten weltlichen Diktaturen des Abendlandes auf Schritt und Stiefeltritt nicht nur begleitete, sondern nachgerade "inspirierte" (wenn denn überhaupt noch ein Fünkchen spirit in dem Laden vorhanden oder vorhanden gewesen sein sollte, und nicht bloß stets die vollständige Ersetzung der ursprünglichen, übrigens auch von jeher abenteuerlichen Schöpfungs-Idee durch die eine oder andere entsprechende, zum Schluss, heute nämlich, folgerichtig in der Emittierung von Falschgeld gipfelnden Geldschöpfungs-Idee).

Der heutige, deutsche Papst Josef Ratzinger/ Benedikt XVI. stand also die letzten 30 Jahre vor seiner Unfehlbarwerdung anno 2005 (BILD: "WIR SIND PAPST!") der Kongregation zur Bewahrung des rechten Glaubens (und der Kaufkraft solchen Geldes wie den faulen Papieren der vatikanischen Banco Ambrosiano?) vor, wie sich die Heilige Inquisition heute nennt; das sollte bei dem, was derzeit namentlich mit Deutschland geschieht, und auf das im Folgenden, wo es um das erneuerte Bild der Schlüsselentscheidungsgewalt in diesem Staat schlechthin geht — sowie dessen verfassungsfeindlichen Raub per neokonservativer Intrige, weil es der Bevölkerung zur Erlangung/ Erneuerung der Emanzipation der Zivilgesellschaft in diesen postdemokratischen Zeiten zurückgegeben werden sollte —, im Detail zu sprechen zu kommen sein wird, im Auge behalten werden.

Der Beginn der jüngeren Geschichte wird aus deutscher Sicht — wie zu zeigen sein wird, ganz zurecht, dies jedoch aus anderen Gründen als von der deutschen, nunmehr schon bekannt "geschichtspolitisch" arbeitenden Propaganda angegeben — auf das Jahr 1848 datiert, als nach einem halben Jahrhundert der von der französischen Revolution in den 1790er Jahren ausgelösten Wirren die Paulskirchenversammlung in Frankfurt stattgefunden hatte.

Der sogenannte Vormärz war — mehr oder weniger depraviert — in den "deutschen März" gemündet, und die erste "Nationalversammlung" inaugurierte ihre Fahne: Schwarz_Rot_Gold.

Es handelt sich, richtig und jetzt gelesen, bei diesem — partout nicht den Regeln der Heraldik gemäß, sondern in einer Art romantischer, beliebig-mutwilliger, symptomatisch autoritär- katholisch- monarchistischer Volte entstandenen — Fahnenbild um das zu einem solchen erstarrte Bild schlechthin des "'Ausnahmezustands', der zur Regel geworden ist": Wer, etwa per Propaganda, diese Fahne für sein Lager okkupiert, postuliert und reklamiert die souveräne Entscheidungsgewalt ausserhalb jedweden demokratischen Prozesses exklusiv für sich.

Nicht nur, aber insbesondere in Krisenzeiten (wie sich schon einige Male, 1849, 1933, 1989, gezeigt hat) eine äusserst kritische, brandgefährliche Angelegenheit, die, mit dem bislang und aller Wahrscheinlichkeit nach nur vorübergehend Ausnahme gebliebenen Datum von 1989, sich dann noch immer rasch irgendwie verselbständigend in das durchaus in ihr dispositiv angelegte Umkippen der Biopolitik in regelrechte Thanatopolitik und das militärisch inszenierte Aufkommen einer neuen Fahne entwickelt hat.

Wie nun insbesondere und in einer bislang noch nicht dagewesenen Profundität die Untersuchungen und Forschungsergebnisse Giorgio Agambens zum Ausnahmezustand, einer von Alters her in verschiedenen Formen bekannten Art des militärischen oder auch politischen ("fiktiven") Gewaltherrschens, zeigen konnten, besteht die originäre politisch- juridische Beziehung zwischen dem modernen Staat und seinen Bürgern ohnehin durch nichts anderes als den — selbst nämlich auf nichts anderes als die Figur der Ausnahme (im Spiel von Ausnahme und Regel) zurückgehenden — souveränen Bann, und keineswegs, wie es der Mythos haben will, in der Figur eines Vertrages (Agamben nennt dies das Hobbessche Mythologem). Die Situation des "ausgenommenen", und somit der Unterdrückung preisgegebenen Menschen entspricht daher der Situation des — von Agamben unter dieser Bezeichnung in die Debatte zurückgeholten) — Homo sacer, einer merkwürdigen Figur des alten römischen Rechts, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ein Leben verkörpert, "das zwar getötet werden kann, aber nicht geopfert werden darf"; es scheint sich hierbei um eine Anspielung auf die Entscheidung bzw. Unterscheidung zu handeln, die schon in der alten griechischen Philosophie der Politik anzutreffen ist, zwischen einem Leben, das der jeweiligen politischen Gemeinschaft entweder dadurch angehört, dass es gerade selbst diese Entscheidung traf, sich zu "politisieren" (und darüber Aufnahme fand in diese gegen etwas anderes, nämlich gegen den "schönen Tag des Lebens", die euhemeria, wie es bei Aristoteles heisst, abgegrenzte Gemeinschaft), oder ihr eben nicht angehört und "bloßes Leben", Homo sacer ist.

Die Patsche, in der der lebendige Mensch dabei in seinem heutigen Staat sitzt, besteht genau darin, dass es jener "schöne Tag" ist, der zur Aufnahme in die Gemeinschaft zu politisieren ist — dessen Rechte dabei jedoch aufgegeben werden müssen. In dieser selbst-entmündigenden, selbstentmündigten Sackgasse des Mündigseinwollens steckt der Mensch mit seiner staatlichen Politik und deren Autoritätsfrage (die ihm im Falle einer Wirtschaftsdiktatur gerade das politische Bürgerrecht des "schönen Tages", das er sich mehr oder weniger errungen hatte, wieder streitig machen, durchkommerzialisieren und dadurch wegnehmen wird) noch heute — irreversibel, so wie es aussieht. Die Entscheidung liegt nicht bei ihm, sondern bei einer Gewalt, die er nicht unbedingt direkt kreiert, sondern die aus seiner Kreation — zwangsläufig, und mit dem Eigen- Anspruch, diese, die sie in Wirklichkeit angreift, selbst zu schützen — ensteht: Bei einem Mafia-Staat, wenn niemand aufpasst.

Aus diesem Grund konnte der (deutsche) Staatsrechtler Carl Schmitt zu seinem berühmten Statement kommen: "Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet."

Wenn die Annahme richtig ist, dass das staatliche deutsche Hoheitszeichen von 1848, Schwarz_Rot_Gold, nicht nur einem, sondern gar einem gattungstypischen Bild des Ausnahmezustandes gleichkommt (das durch das Ineinanderfallen von Regel/Norm, symbolisiert durch das kaiserliche Schwarz/Gelb, sowie der Ausnahme, symbolisiert durch das ekklesiastische Rot, und durch die weitere, genaue Entsprechung der für das abendländische Rechtssystem symptomatischen Anlage, d. h. der für dieses typischen Konstellation von potestas/schwarzgelb und auctoritas/rot entstünde, wie es hier eben auch der Fall ist), so handelt es sich dabei einerseits um "das deutsche Dispositiv" (was schon einmal das beständige Zurückkommen auf diese Fahne nach intermittierendem Gebrauch von anderen Farben und Symbolen hinlänglich erklärte), während gleichzeitig alles darauf ankommt, die Deutungs- oder Missdeutungshoheit darüber zu erlangen (da aus ihr jeweils die wie auch immer gelagerte Entscheidung hinsichtlich der politischen Weges- Gestaltung, die Entscheidung über den Ausnahmezustand, sowie gleichzeitig deren — zumeist nachträglich gelieferte, das bedeutet also im Zusammenhang mit jener Gleichzeitigkeit, nachträglich kaum mehr von irgendjemandem rechtlich be- oder verurteilbare — Legitimation zu ziehen ist.

So liest sich das Diktum Schmidts ganz einfach wie folgt: Souverän ist, wer die Gewalt inne hat — und so sagt oder sagte das heute weitgehend von der realen, von den mit ihr identischen Kommunikationsherrschern per geraubter Kunst bemäntelten Gewalt suspendierte Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, "Alle Gewalt geht vom Volke aus".

Und es ist das Bezeichnendste an dieser Situation, dass die Juristen dabei schweigen.

Dass es eine Bande von Privat-Juristen ist, die in Gestalt eines intriganten Raubüberfalls auf die neue, von ihr zu der von ihr ausgehenden sowie getragenen, unglaubwürdigen Demagogie und deren Bemäntelung verdrehten Fahnenvorlage Neue Form derlei Zusammenfallen von politischer Kriminalität und Wirtschaftskriminalität — aufgepeppt mit Amtsanmaßung und stets weiter ausgebauter Massentäuschung — exekutiert.

Der ganze Schwindel funktioniert mit nur einem einzigen Wort, weltweit: es lautet "Gott". Damit, weil in jedem denkenden Menschen nicht nur eine Tendenz zu Verfeinerung und Ganzheit ist, sondern weil das Denken selbst ein "Stoß in Richtung Verfeinerung und Ganzheit" ist, lässt — bzw. ließ — sich durch das Postulat "Gott" und durch den Claim auf seine selbstverständlich von den Postulierern selbst eingenommenen Stellvertreterschaft ... Staat machen. Letztlich der unipolare und tyrannische Pseudostaat, als den sich der heutige Weltmarkt begreift, und der es wohl auch ist.

Frömmelnde Heuchelei ist es, was die Welt beherrscht. Damit erst zockt man den Zaster ab, der einem Macht über andere verleiht. Was ein gewisser Hugo Ball, ein tatsächlich tiefreligiöser, vielleicht sogar die "Religion" bereits wieder hinter sich lassen könnender (denn die Religion ist nicht das non plus ultra an sich, sondern ein Durchgangsstadium in der Reifung des Menschen), sich zum Christentum bekennender Mensch (und da wird man eventuell jetzt ein bisschen nachdenken müssen, bis man auf die demagogische Verdrehung stößt, die aus dem "Glauben von Christus" einen "Glauben an Christus" gemacht hat), 1919 in seiner Verzweiflung auf der Schutthalde des Ersten Weltkrieges hockend diagnostizierte, geriet in den darauf folgenden 90 Jahren zur Weltherrschaft einer einzigen Tyrannei — so wahr ist es:

"Nochmals betonen möchte ich, dass es die Verbindung von Religion und Staat, die göttliche Sanktionierung der Autokratie ["So wahr mir Gott helfe" — es dauert schließlich immer ein Weilchen, bis man merkt, dass es ein Irrtum war. PH], die Verwirklichung Gottes und der Idee, die Ideenverwaltung durch eine wilde Staatsautorität und das Streben nach dem militärischen "Reich Gottes auf Erden" war, was ich antichristlich, Blasphemie und Satansdienst nannte. Der Protestantismus ist eine Irrlehre, eine Irrlehre der Katholizismus, der sich auf der Erde etabliert. Gott und die Freiheit können nicht verwirklicht werden, sie sind Ideale, Staat ist ein Zustand und Zufall, von der göttlichen Idee zu durchdringen und in sie aufzulösen, nicht umgekehrt."